Ein Wespennest in meinem Garten

Der alte Gartenstuhl hing jahrelang ungenutzt im Schuppen. Jetzt wurde er wieder gebraucht. Aber siehe da, am Teakholz hatte sich eine kleine Glocke gebildet – in der verwitterten Farbe des Stuhls. Ein Wespennest?

Von schräg unten betrachtet, sah ich ein Loch:
Nach dem Motto “Rentner forscht”, schaute ich in das Innere und trennte darauf den unteren Teil der Glocke ab.Was sich in der dreiwandigen Glocke, Durchmesser etwa 45 Millimeter, verbarg, war eine Wabe mit einem etwa 20 Zellen. In einigen Zellen befanden sich kleine schwarze Larven, in einer eine bereits größere gelbliche, die allerdings die Entnahme aus der Zelle nicht unversehrt überstanden hat. Ich hoffe, daß Mutter Wespe meinen Forscherdrang nicht bestraft.

Bei den Fotos handelt es sich um Farbaufnahmen, allerdings ist in dem Holz und somit auch in dem aus ihm gebauten Nest kaum noch ein Farbton drin.


Frohe Pfingsten

Nur die Pfingstrosen in meinem Garten wissen es noch nicht: Morgen ist Pfingsten. Sie stehen allerdings an einem Platz, an dem die Sonne nicht so lange scheint. Deshalb muß ich noch etwas warten, bis sich die Blüten öffnen. Dafür freuen sich die Ameisen.

Sie sind äußerst flink, kaum im Bild festzuhalten – selbst der Sportmodus bringt’s nicht. Die kleinen Krabbelviecher könnten es wesentlich gemütlicher angehen, denn sie sind in diesem Jahr noch nicht auf der Jagd nach Blattläusen, sondern genießen offensichtlich einzeln und in Scharen den süßen Nektar, den die Päonien absondern.

“Guten Appetit” sag ich mal – zu den Ameisen – und meinen “Followers” sowie anderen LeserInnen des Blogs ein “Frohes Pfingsten”!


Die Margerite in meinem Garten, Lande- und Futterplatz

In diesem Jahr blühen die Margeriten im Garten schon lange und der übliche Befall von kleinen schwarzen Tierchen ist noch nicht eingetreten.

Stattdessen sind sie ständig Futterplatz für diverse Fliegen, Wildbienen und Wespen. Hier zwei der Besucher:

Für die Bestimmung der beiden wäre ich sehr dankbar!


Mein kleiner, grüner Baobab – Afrikanischer Affenbrotbaum – Adansonia digitata

Vor knapp einem Jahr berichtete ich über einen Besuch im Kronberger Opel-Zoo und zeigte den Affenbrotbaum, der dort steht. Nun habe ich selbst einen!

Aber meiner lebt, keine Ruine wie sie dort im Taunus zu sehen ist.

Zu verdanken habe ich mein Exemplar einer lieben Leserin meiner Beiträge. Jedenfalls kam eines Tages ein Stückchen Holz mit ein paar Blättern daran im Luftpolsterfolien-Umschlag zu mir nach Haus. Neben dem kleinen Baobab aus dem Weltladen enthielt das Paket auch noch einige Samen – eines wohl schon größeren Baumes. Die fünf Körner sind zur Zeit noch eingetütet, werden aber in den nächsten Tagen in Erde gesetzt.Den kleinen, nahezu wurzellosen  Baum habe ich sofort in Kaktuserde gesetzt und ab und zu gegossen. Die mickrigen vier Blätter behielt er bis zum Herbst, dann fielen sie ab. So ein klein wenig traurig war ich schon, ob des Dahinscheiden des Bäumchens – bis ich in der Pflegeanleitung las, dass der Blattabwurf im Herbst normal ist und der Baum im Frühjahr wieder treibt. Und er tat es. Heute sind die diesjährigen Triebe bereits länger als der Stamm und ich bin mir sicher, dass ich in 100-200 Jahren ein ebenso stattliches Exemplar vorzeigen kann wie das, das im Kronberger Zoo steht – nur lebend. Ich würde es dann dem Zoo spenden und die Tiere der Savanne könnten dann im Schatten der Krone gemütlich vor sich hindösen.

Damit wäre die Geschichte von meinem Affenbrotbaum erzählt – aber ich möchte noch von Contigo berichten. Die Contigo Fairtrade GmbH vertreibt die Setzlinge über mehr als 800 Weltläden in Deutschland. In einem kleinen, dem Setzling beiliegenden Flyer heißt es:

“Unser Partner VEGETAUX D’AILLEURS begann vor 10 Jahren am Rande der Hauptstadt Dakar…..mit einem Ausbildungsprogramm für Jugendliche. Die kleinen selbst gezüchteten Bäume aus der eigenen Gärtnerei verkaufte man auf dem Markt. Sie wurden schnell ein Erfolg….Seit 2005 gibt es eine eigene Gärtnerei nahe der Stadt Richard Toll an der Grenze zu Mauretanien. Mit der Aufzucht und Aussaat sind heute 20 junge Männer in Vollzeit beschäftigt….. Insgesamt haben 400 Familien ein regelmäßiges Einkommen mit der Aufzucht, dem Transport und dem Verpacken der Pflanzen.”

Der Baobab ist in ganz Westafrika beheimatet und gilt als Baum des Lebens. Er kann bis 2000 Jahre alt werden, der Stammumfang bis zu 25 Metern betragen

Kleines Bäumchen, nun wachs’ mal schön!

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Auch der Talerbaum oder Geldbaum (Crassula portulacca) wird als Affenbrotbaum bezeichnet. Im Internet und auch in der gedruckten Literatur führt das häufig zu Verwirrungen. Mein Affenbrotbaum hat jedoch nichts mit jenem Dickblattgewächs (Familie der Kakteen und anderen Sukkulenten)  zu tun.


Grün gewinnt!

Das Gelb verblüht, jetzt ergrünt die Forsythie


Christrose im “Winter” 2012

Gern hätte ich die Christrose im Schnee gezeigt, ein schönes winterliches Blumenbild. Doch es gelingt mir in diesem Winter bisher noch nicht.

Im Dezmber vor einem Jahr hatten wir sie zunächst als  Zimmerpflanze gekauft, mit dem Gedanken, sie im Frühjahr in den garten zu pflanzen. Nahdem der Boden Ende Januar frostfrei war, wurde sie in den Garten gesetzt und seitdem hat sich die Christrose prächtig entwickelt. Sie hat nun etwa das Vierfache der damaligen Größe angenommen und inzwischen auch eine Vielzahl von Blüten entwickelt. Wenn es stimmt, dass die Pflanzen bis zu 25 Jahre alt werden können, werden wir noch lange Freude daran haben. Sie wächst bei und unter einem Wachholder,an einemhalbschattigen Platz und außer Wasser erhält bisher keine besondere Zuwendung. Der Boden war am Standort ursprünglich sehr lehmig, die Oberfläche wird gemulcht. Sicherlich nicht ideale Bedingungen für eine Christrose, die kalkigen Boden bevorzug. Bisher hätte sie sich jedoch nicht besser entwickeln können.

In der Literatur wird sie auch als Schneerose bezeichnet, eine Nieswurzart aus der Familieder Hahnenfußgewächse.


Blühende Funkie in meinem Garten

Funkien sind bekannt als Blattgewächse mit zumeist unscheinbaren Blüten.  Mag sein, dass dieser Funkie der Platz besonders gut gefällt, jedenfalls ist sie in diesem Jahr vom Blattgewächs zur Blütenpflanze mutiert.

Geblüht hatte die Funkie zwar auch in den vorangegengenen Jahren,  jedoch nie so üppig. Wie die Vermehrung aus Samen erfolgreich ist habe ich bereits früher beschrieben:

Staude des Jahres 2009 – Die Funkie, botanisch Hosta

Üblicher ist jedoch die Vermehrung durch Teilung des Wurzelballens.


Die Schleieramsel in meinem Garten

Heute ist es mir gelungen, eine bisher nahezu unbekannte Amselart bei der Nahrungsaufnahme zu beobachten und im Bild festzuhalten. Es handelt sich um die Schleieramsel (Turdus philippensis XI).

Turdus philippensis XI, weiblich


Während das Weibchen einen Schleier auf dem Kopf trägt, unterscheidet  sich das Männchen durch einen Brustschleier.

Turdus philippensis XI, männlich

Turdus philippensis XI, männlich

Die Tiere sind äußerst scheu. Ich habe sie bei anderen Lichtverhältnissen noch nicht wieder beobachten können.

Ich würde mich gern mit OrnithologenInnen aber auch mit Laien austauschen, um mehr über diese komischen Vögel zu erfahren.


Blühender Buchsbaum

Während die Blüten der Forsythien welken, bilden sich jetzt am Buchsbaum unscheinbare Blüten, vornehmlich an solchen Pflanzen, die nicht starken Formschnitten unterworfen sind.

Der Buchsbaum blüht nicht in jedem Jahr so ausgiebig, in dieser Saison werde ich jedoch verfolgen, ob sie auch Samen bilden. Neue Buchsbäume aus Samen zu ziehen, ist mir allerdings bisher noch nicht gelungen, obwohl ich es mehrfach und mit verschiedenen Tricks wie Stratifizieren versucht habe.

Unproblematisch ist dagegen die Vermehrung aus Stecklingen, auch Risslinge genannt.

In diversen Artikeln wird empfohlen, die Blüten zu entfernen, damit das Wachstum der Pflanze nicht leidet. Ich habe allerdings noch nicht festgestellt, dass eine Pflanze, die blühte und dann kleine zapfen ausbildet im Wachstum signifikant gehemmt ist. Es wäre zum einen auch eine ungeheuere Arbeit, die vielen Blüten zu entfernen, zum anderen ist es ganz interessant, die Bildung der Früchte zu verfolgen.


Mehr oder weniger Gelb

…GELB…


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