Wegen Überfüllung geschlossen

Weiteres kostenloses Veröffentlichen von Posts ist auf diesem Blog nicht mehr möglich. So ziehe ich denn weiter und beschreibe Philipps kleines Universum anderswo:

https://philelph.wordpress.com/

Ich freue mich, wenn ihr mir dorthin folgt.

 

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Zuerst habe ich mich dort mit meinem und dem Fuß Konstantin des Großen beschäftigt:

https://philelph.wordpress.com/2016/09/24/konstantins-fuss/

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Bis bald,

Euer Philipp Elph

 


Rita Rosen: Die Harfenfichte

IMG_0891 Rita Rosen hat vieles auf der Welt gesehen: das Empire State Building, nebelumhüllt und unter blau-weißem Himmel, eine zerbeulte alte Zinkbadewanne als Kunstwerk in Wiesbaden, alte Heiligtümer, Statuen der griechischen Mytologie, Personen mit seltsamem Verhalten und selbstverständlich auch die Harfenfichte in ihrer Heimat, der Eifel. Darüber und über andere Begegnungen wie die mit Menschen, Ruinen, der machthaltigen Sustanz namens Wasser hat sie geschrieben. Begebenheiten aus ihrer Kindheit bis heute.

Sie erzählt es in einer für die meisten von uns ungewöhnlichen Form, dem Haibun. In diese Schilderung wahrer Erlebnisse wird ein Haiku eingebunden, jene japanische Gedichtform, die in drei Zeilen und in der klassischen Form 17 Silben umfasst. Dieses Büchlein enthält zudem noch einige Haiga, Bilder, die verwoben sind mit einem Text, hier jeweils mit einem Haiku von Rita Rosen, die Bilder und die Bildgestaltung sind von Eva van der Horst.

Die Erlebnisse, Begegnungen und Erfahrungen hat Rita Rosen in kurzen Geschichten beschrieben, die teilweise zum Schmunzeln verführen, teilweise lange im Kopf nachhallen und nachdenklich stimmen. Stets sind sie geprägt von der Empathie und der Sichtweise der Autorin. Beim Lesen lernen wir völlig neue Aspekte des Betrachtens und der Erinnerungen kennen, aber auch solche, die der eine oder andere schon einmal genau so erfahren hat. Das ist zugleich das offensichtlich Menschliche aber auch die subjektive Distanz zum Gegenstand der Betrachtung.

Es fasziniert, weil mit wenigen Worten so viel gesagt wird. Das trifft auf den schlichten Stil der Erzählung ebenso zu wie auf die darin eingebetteten Haikus. Die Haiga sind zudem die I-Tüpfelchen des Buches und in meiner Umgebung von einer Seltenheit, wie ich sie lange nicht mehr erlebt habe.

Eines der schönsten und von den Inhalten wertvollsten Geschenke, die ich je erhalten habe.

Erschienen ist DIE HARFENFICHTE von Rita Rosen mit den Haibun und den in Kooperation mit Eva van der Horst hergestellten Haiga im Engelsdorfer Verlag, dessen vordere Umschlagseite bereits das erste Haiga zeigt:

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Ausschnitt der Umschlagseite, Bild und Gestaltung: Eva van der Horst, Haiku: Rita Rosen


Wieder zur Schule gegangen

Einmal im Jahr gehe ich zur Schule, im Freilichtmuseum Hessenpark. Die erste Strophe eines Wanderlieds stand in diesem Jahr an der Tafel:

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In ein paar Tagen ist wieder Wandertag. Die monatliche Wanderung mit der Rentner-Pensionärs-Wandergruppe unserer Gemeinde. Wenn ich das Lied bis dahin gelernt habe, werde ich es meinen Mitwanderen vorsingen. Den vollständigen Text und die Noten habe ich mir schon angeschaut.

(Nach kurzer Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, auf das Singen zu verzichten. Ein moderner Troubadix möchte ich nicht sein)

 

 


Ich bestreife – du bestreifst – er, sie, es bestreift….

Wieder ein neues Wort gelernt:

KrimiLese

Heute habe ich ein neues Verb kennengelernt. In Polizeikreisen mag es bekannt und gängig sein, für mich war es neu: „bestreifen“. Es war in einer Gerichtsverhandlung, als das Protokoll zweier POKs vorgelesen wurde, und fing an mit den Worten:

„Als wir die ….straße bestreiften, trafen wir auf eine Gruppe, ….“.

Gut, dass die Bestreifenden vor Ort waren, sie konnten zur Aufklärung einer kriminellen Tat beitragen.

Ich bin gespannt, wann ich diesen Begriff zum ersten Mal in einem Krimi lesen werde, wobei das Bestreifen selbst zumeist keine große Spannung verspricht, aber man weiß ja nie…..

…..und gut, dass es Wikipedia gibt. Unter dem Begriff  „Streifendienst“ wird dort dder Zweck der Bestreifung beschrieben.

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An der Strecke – IRONMAN 70.3

An der Radstrecke bei Wiesbaden-Nordenstadt (etwa KM 10)
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Warten auf die Ersten

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Die Vorhut

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Gleich geht’s los

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Hier die Nr.1: Andreas Dreitz

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Die Verfolger

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Das Feld rollt heran


Claudia Zentgraf: Die Entdeckung der Neuen Welt

IMG_0628Zwölf Jahre ist Antonio alt, als er vom Vater aus seinem Dorf in Spanien zu einem Onkel nach Venezuela geschickt wird. Der Gutsherr Senor Valdez, bei dem der Vater arbeitete, war in seinem Haus verbrannt. Antonios Vater hatte keine Arbeit mehr und viele hungrige Mäuler zu stopfen. Da mußte der Älteste auswandern, sollte auf der Hato des Onkels Arbeit und sein Glück finden.

Im Juni 1799 verläßt er mit der Pizarro den spanischen Hafen La Coruña. Mit an Bord ist Alexander von Humboldt, der auf diesem Schiff zu seiner großen Forschungsreise nach Amerika startet. Antonio lernt den bedeutenden Forscher und dessen Begleiter Aimé Bonpland kennen. Der Junge wird von Alexander von Humboldt als Helfer für die Forschungsreise angeheuert, das große Abenteuer beginnt für Antonio. Er darf von Humboldt bei den Messungen mit modernsten Instrumenten wie Sextanten, Längenuhr und wertvollen Thermometern unterstützen, bei den Ausflügen an Land die unzähligen Pflanzen sammeln, die die Forscher von ihrer Expedition zurück nach Europa bringen (Anmerkung: Es sind über 60.000 Arten, von denen über 6.000 erstmalig beschrieben werden).

Diese Forschungsreise, die mehrere Jahre von 1799-1804 dauert, und aus mehreren Expeditionen besteht, ist die Grundlage der abenteuerlichen Erlebnisse von Antonio. Zunächst machen sie halt auf Teneriffa, wo von Humboldt den Pico del Teide besteigt und die verschiedenen Vegetationszonen registriert.

Die erste Expedition führt Antonio mit den Forschern zumeist durch Venezuela. Sie befahren dabei den Orinoco und den Rio Negro, weisen dabei die Gabelteilung (Bifurkation) des Orinokos, durch die der Orinoko einen Teil seines Wassers an den Rio Negro abgibt. Der kleine Helfer ist auch dabei, als es über Havanna zur nächsten Expedition von Cartagena nach Lima geht und bei der dritten Expedition in Mexiko. Viele Abenteuer erlebt er an der Seite der Forscher, ein ganz anderes leben, als ihm vorgezeichnet war.

Schließlich nimmt die Reise für Antonio ein gutes Ende. Die Tasche, die er einst von Senor Valdez geschenkt bekommen hatte, beinhaltet einen Schatz. Deswegen war er auch einen Großteil seines Weges von einem üblen Ganoven verfolgt worden, der ihm die Tasche entwenden wollte, aber Dank der Reisen mit von Humboldt konnte sich Antonio dem Verfolger entziehen.

Es ist ein Abenteuerroman, den Claudia Zentgraf aus der Perspektive des Antonio geschrieben hat. So erlebt der Junge, der sich während der fünfjährigen Reise zum Mann entwickelt, sowohl sein eigenes persönliches Schicksal aber insbesondere auch die lebensgefährlichen Expeditionen  Alexander von Humboldts bei dessen amerikanischer Forschungsreise.

IMG_0629Wenn auch die „Leser-Zielgruppe“ Jugendliche sind, die Interesse  an der Entdeckung der Neuen Welt und an Forschern wie Alexander von Humboldt haben, so verführt dieser Roman aber auch nichtjugendliche Leser dazu, parallel zu dieser Lektüre oder danach die ausführlichen wissenschaftlichen Beschreibungen des Forschers selbst wie „Die Südamerikareise“ zu studieren.

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Claudia Zentgraf: Die Entdeckung der Neuen Welt (2016), ebenfalls von Claudia Zentgraf: Eine Reise um die Welt, hier ist der Hintergrund Georg Forsters „Reise um die Welt“.

 

 

 


Besuch bei Familie Goethe im Frankfurter Goethe-Haus

20160405_151453Nur knapp 200 Meter von der Paulskirche entfernt liegt die Straße „Großer Hirschgraben“, ein schmales Gässchen. Und wäre der Weg zum Goethe-Haus nicht so gut ausgeschildert, könnte man das Geburtshaus von Johann Wolfgang fast verfehlen.

 

 

 

Begrüßt werden die Gäste zunächst von Johann Caspar Goethe, dem Vater des Dichters.

 

 

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Begrüßung

Neben dem Ergeschoss sind drei Etagen des Hauses zu besichtigen. Beschrieben werden die Räume in den verschiedenen Stockwerken auf der Homepage des Goethe-Hauses.

Hier einige meiner Eindrücke:

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Herd in der Küche im Erdgeschoss

Am runden Tisch in der Blauen Stube ließ Goethe die Reinschrift des „Götz von Berlichingen“ anfertigen:

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Blaue Stube

Der Raum „Peking“ in der Beletage wurde wegen der roten Stoffe von Vohängen und der Sitzgruppe auch Rote Stube genannt:

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„Peking“, auch Rote Stube genannt

Irgendwo war der Tisch gedeckt:

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In der Bibliothek die Lektüre der Familie:

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In der 3. Etage wird eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses, der Familie Goethe, insbesondere zur Entwicklung des jungen Wolfgangs bis zu dessen Wegzug nach Weimar gezeigt.

Es ist ein kleines Museum, das Anstöße vermitteln kann, sich wieder einmal mit Johann Wolfgang von Goethes Leben und Werk zu beschäftigen – und selbstverständlich für Verehrer des Dichters.

Das Haus wurde nach der Zerstörung im II. Weltkrieg originalgetreu im Stil des Spätbarocks rwieder aufgebaut.Das während des Kriegs ausgelagerte Inventar inklusive der Handschriften kann heute wieder in diesem großbürgerlichen Haus besichtigt werden.

Wer ein Stündchen in Frankfurt für Goethe Zeit hat, der sollte sich dieses kleine Museum anschauen.

Zum Schluss noch ein kleines Stück Goethischer Dichtung aus „Urworte. Orphisch“

ΛΑΙΜΩΝ , DÄMON

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