Die Kapazität dieses Blogs ist ausgeschöpft

Seit einigen Monaten versuche ich, mit kleinen Tricks neue Posts auf diesem Blog unterzubringen. Mal gelingt es, mal nicht.

Die von WordPress kostenlos zur Verfügung gestellte Speicherkontingent ist zu 100% genutzt.

Seit September 2016 gibt es als Nachfolger gleichen Inhalts:

Philipps kleines Universum

Ich freue mich, wenn ihr mir dahin folgt.

Mit besten Grüßen,

Philipp


Nette Begrüßung in Assmannshausen? Eine fantastische Lüftlmalerei

Kürzlich wanderten wir auf dem Rheinsteig von Assmannshausen nach Lorch. Die  berühmte Rotweingemeinde erreichten wir von Wiesbaden mit dem Zug und bereits nach einigen Metern wurden wir herzlich begrüßt. So sah es jedenfalls bei erstem Betrachten aus.

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Eine Mutter und zwei Kinder schauten  aus den Fenstern des Hauses der Familie Berg, das sich gegenüber von Berg’s Alter Bauernschänke befindet und wohl dazu gehört.

Bei näherer Betrachtung dieser feinen Lüftlmalerei sieht man jedoch, dass zumindest die Kinder sich gar nicht um die Wanderer kümmern, die hier vorbei kommen, um auf dem Rheinsteig entweder Richtung Lorch oder in die andere Richtung gen Rüdesheim zu gehen.

Das Mädchen, das im mittleren Fenster über dem Portal zu sehen ist, spielt mit einer Katze, die auf dem Sims über dem Portal herumturnt und die Hand des Mädchens schnappen will.

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Und am Fenster nebendran? Vermutlich der Bruder des Mädchens, der gerade einen Blumentopf aus dem Fenster fallen gelassen hat.

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Manchmal lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Der Lüftlmaler hat jedenfalls eine lebendige Szene auf die Fassade des alten Hauses gemalt. Wer Lust hat, kann nun raten, was nicht gemalt ist.


Erinnerung an die Winterwanderung

Weil es so schön war….

Im Januar 2016 wanderten wir im Vorspessart von Sailauf zum Engländer und nach einer Einkehr im „Waldhaus am Engländer“ auf einem anderen Weg wieder zurück nach Sailauf. Und weil diese Wanderung im Schnee so schön war, wiederholten wir sie in diesem Jahr bei noch mehr Schnee. Auf den Weg brauchten wir nicht mehr so sehr zu achten, wir kannten ihn. So blieb mehr Zeit nach rechts und links zu schauen, ab und zu die Kamera zu zücken.

Dass tatsächlich Schnee lag, zeigen das Foto der Drillinge am Wegesrand

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sowie der Wanderer auf freiem Feld

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In Rottenberg trafen wir auf Familie Hirsch (Ich mag diese Lüftlmalerei)

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Am Kalkwerk Hufgard vorbei….

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…..erreichten wir wieder das Bußkreuz

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Nach dem Wald kamen wir auf die freie Plaine, wobei auch hier immer wieder auf Verkehrsschilder geachtet werden sollte:

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Vorbei an der Kapelle aus weißem Sandstein in Eichenberg trafen wir auf mysteriöse Zeichen

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Trafen uns dann im Wirtshaus auf lustige Grillgesellen ……

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…..und Schlappeseppel,

 

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der uns auf seinen Bierdeckeln zeigte, wie es im Leben wirklich zugeht:

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Danach – nach Suppe, Hacksteak, diversen Kuchen und dünnem Kaffee – :

Tschüß Engländer, bis zum nächsten Jahr

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Beobachter, die uns später gesehen haben, als wir zurück nach Sailauf wanderten, mögen den Eindruck gehabt haben, wir wären auf der Flucht. Mit einer Geschwindigkeit von 5.2631578947 km/h eilten wir zurück nach Sailauf, um rechtzeitig die von der untergehenden Sonne angestrahlte St.Vitus-Kirche zu bewundern:

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Zwischendurch warfen wir kurz noch einen Blick zum Wintersportgebiet am Engländer:

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Dann ging es der untergehenden Sonne entgegen:

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Hier der Streckenverlauf (Länge ca. 18,5 Kilometer)

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Nennt man das auch „Gänsemarsch“?

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Der arg lädierte Fremdenführer

Philipps kleines Universum

Neulich landete der „Fremdenführer durch Wiesbaden und Umgebung“ auf meinem Tisch.

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Ein Exemplar von 1894 mit zerfleddertem Pappeinband und einem Buchblock, der trotz einiger Klebeversuche in mehreren Teile, zum Glück aber vollständig, vorlag.

Wenn ich Bücher repariere, schaue ich mir auch gern den Inhalt an, das Gedruckte und die Illustrationen. Schon auf einer der ersten Seiten war zu erkennen, an wen das Buch gerichtet war, an „kurbedürftige Ausländer“. Ich hoffe nur, dass die wenigsten dieser Gäste den Inhalt des Gedichts, das ihnen gewidmet wurde, verstanden haben. Hier ist es:

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Interssant sind einige Illustrationen, zum Beispiel ein ausklappbare, die einen Blick auf Wiesbaden vom Neroberg aus zeigt:

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Gut sichtbar in der Mitte die Marktkirche, deren Mörtel zu jener Zeit gerade trocken geworden war. 1862 wurde sie fertiggestellt. Der Vorteil dieser alten Illustration gegenüber Fotos von heute ist, dass in dieser Zeichnung die Dunstglocke, unter der die Stadt heute zumeist liegt, nicht…

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Vorfahrt gewähren!

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Rosie Sanders: Überwältigende Blüten

Letztes Laub fällt von Büschen und Bäumen, Rosen zeigen nur noch wenig Pracht. Die Christrose treibt erste Knospen. Es ist Spätherbst. Doch:

Herrliche Blüten finde ich bei Rosie Sanders: Überwältigende Blüten, im großformatigen Buch mit Aquarellen, zum Teil doppelseitig.

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Als ich das Buch zum ersten Mal aus der Ferne sah, hielt ich es für einen Fotoband. Die Tulpenblüte auf dem Schutzumschlag wirkte so natürlich in Form und Farben, dass ich erst bei genauem Hinschauen erkannte, dass es sich um die Abbildung eines Aquarells handelt. Das Original misst 102 x 124 cm, es ist eine beliebte Größe der Werke von Rosie Sanders, von denen selten eins unter einem Quadratmeter groß ist. Das gibt der Künstlerin die Möglichkeit, feine Strukturen und Formen dazustellen, gleich, ob es sich um Blüten von Wildblumen handelt oder um Blüten von Orchideen, Tulpen oder der schwarzen Iris. Die Pracht der Blüten wird jedoch nicht nur an den „edlen“ Orchideen, Tulpen, Amaryllen und Lilien gezeigt, sondern ebenso an Rittersporn oder Anemonen. Auch sind es nicht nur Blüten, die zu bewundern sind. Die Struktur der Blätter einer Bananenstaude oder von verholzenden Bambusstangen weisen ebenfalls darauf hin, wie detailliert aquarelliert werden kann.

Einzig Rosenfreunde könnten ein wenig enttäuscht sein, denn Vertreter der Familie der Rosaceae sind unter den zahlreichen Abbildungen zwar auch zu finden, allerdings nur in wenigen Exemplaren. Bei der zahlreichen Rosen-Literatur sollte das jedoch zu verschmerzen sein. Gar nicht vorhanden sind symmetrische Blüten, wie wir sie von den Pompons vieler Dahlienarten kennen. Offenbar liegt der Reiz für Rosie Sanders in der freien Form, die oftmals wild erscheint. Und das ist ein weiteres begeisterndes Element dieser herrlichen Aquarelle.

Für mich ist es eines der schönsten Bildbände mit Darstellungen von Blüten und Blumen. Ein „Coffee Table Book“, das bereits einige Zeit auf unserem Couchtisch liegt und an dem ich mich immer wieder begeistern kann.

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Das Buch ist im Elisabeth Sandmann Verlag, München erschienen. Neben den zahlreichen Abbildungen enthält es ein Vorwort von Rosie Sanders, Andreas Honegger hat eine Einleitung und die erklärenden Texte verfasst. Am Ende des Buches befindet sich ein Werkeverzeichnis, ein botanisches Verzeichnis der abgebildeten Pflanzen sowie einige Literaturhinweise.

Und „last but not least“ liegt dem Buch noch ein Druck bei, Titel „A Sweet Disorder“, mit einem herrlichen „Durcheinander“ von sieben verschiedenen Tulpenblüten.