Eckart von Hirschhausen, Die Leber wächst mit ihren Aufgaben

 

Zusammen mit einer guten Flasche holzfassgereiftem Grappa wurde mir das Buch mit dem beziehungsreichen Titel geschenkt. – Honni soit qui mal y pense 

 

 

Bei Lesen des Buchs ging es mir ähnlich wie beim Genuss des Grappas. Von Letzteren stürzt man nicht an einem Abend die ganze Flasche herunter, man genießt ein oder zwei Gläschen, dann stellt man die Flasche wieder weg.

 

Ähnlich geht es mir mit dem Buch „Die Leber wächst mit ihrem Aufgaben“,   ich kann es nur in Portionen genießen – so eine bis zwei am Abend. Eine Episode lesen, die geistige Bioverfügbarkeit der Droge entfalten lassen, und wenn die Wirkung nachlässt, vielleicht noch eine zweite.

 

Die Texte von Hirschhausens sind inhaltlich derartig konzentriert, dass ich Zeit brauche, sie zu verstehen, darüber nachzudenken, zu schmunzeln, wenn das Verstehen und die Erkenntnis einsetzt.

 

Die Texte handeln von Krankheit und Gesundheit, von all diesen Empfindungen, die der Hypochonder in uns mit sich trägt aber nie äußert, auch über die Leber, in welcher – wen wundert’s – mehr der Wein und der Umgang mit demselben das Thema ist.

 

Der Klappentext will uns weismachen, dass es sich hierbei um „humorvolle Lebenshilfe“ handelt und „ansteckend lustig“ sei. Das ist es sicherlich auch. Für mich ist das Interessante an dem Buch die Sichtweise des Arztes und Kabarettisten, die nicht alltäglich ist und die, satirisch oder ironisch dargestellt, mich zum Schmunzeln verleitet.

 

Dass einige Geschichten dann doch der medizinische Bezug fehlt kann verschmerzt werden. Das Buch musste wohl eine gewisse Seitenzahl umfassen. Schade nur, dass dieses Streben zu ökologischen wie ökonomischen Unsinn getrieben wurde, indem pro Kapitelüberschrift, die zumeist nur aus einem bis drei Wörtern besteht, üppige zwei Seiten verbraten wurde. Das sind immerhin 28 Seiten, nahezu 15% des gesamten Inhalts. Der Halbgott in Weiß braucht offensichtlich die leeren Seiten in Weiß. Wozu?- Vielleicht erfahren wir mal von ihm, ob da irgendwo ein Bezug zu einem Trauma besteht.

 

 


One Comment on “Eckart von Hirschhausen, Die Leber wächst mit ihren Aufgaben”

  1. karu02 sagt:

    Schön, dass Du das bist! Ich hadere noch mit der Technik.
    LG Karu


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