Axel Hacke, Lesung von Der weiße Neger Wumbaba, der Wortstoffhof

Axel Hacke hat in Mainz gelesen – von der Weihnachtsbaumkugel, die die fiktiven (oder real existierenden?) Familienmitglieder MAN, JEMAND oder EINER selbst im August noch nicht wieder in den Keller gebracht haben, von Howi’s SCHWEINESPUREN IM SAND und anderen Verhörern. Am Ende der Veranstaltung hörten wir auch eine Hitparade mit Verhörern aus deutscher Popmusik, an erster Stelle natürlich Herbert Grönemeyer, der Axel Hacke und seinen Fans einige herrliche Texte vorlegte. Als Zugabe wurde von den Zuhörern die Geschichte von Jörg, dem Vater von Luis Genossen in der privaten Kindergruppeninitiative. Die kann man wirklich immer wieder gern hören. Das waren nur einige Höhepunkte der Lesung aus den Büchern des Vorlesers, dessen Veranstaltung in Anlehnung an das parallel laufende Pokalspiel Mainz 05 gegen Schalke 04 zwei Mal 45 Minuten dauerte, plus einer Verlängerung, wie das in Pokalspielen möglich ist, Mainz wie sich hinterher herausstellte, allerdings nicht nötig hatte.

Hackes Vortrag ist in den letzten Jahren theatralischer geworden. War er vor 3 Jahren bei einer Lesung in Frankfurt noch der lesende Autor, ist er heute zu einem vorlesenden Schauspieler mutiert. Das tut den Texten zumeist gut, wirkt aber an einigen Stellen überzogen, schon fast kinskiesk. Die Texte selbst werden durch eine frei vorgetragene Moderation verbunden, die wie alles was von Axel Hacke vorgetragen wird zu leisen, zuweilen auch brüllenden Lachern des Publikums führt. Darüber hinaus hatten wir eine Kichererbse hinter uns, die eine Parallelveranstaltung zur Lesung performte, sozusagen im Duett mit dem auf der Bühne Vortragenden. Hilfreich, denn auf einigen Witz wurden wir, da  hintergründig vorgetragen, erst durch das sich steigernde Kichern aufmerksam.

 

Der Verlag Antje Kunstmann hat einen Teil der Bücher von Axel Hacke auch als Hörbücher herausgegeben – vom Autor gelesen. Am schönsten sind aber neben der Lesung live die Bücher selbst, mit den herrlichen Illustrationen von Michael Sowa.

 

Wer keine Gelegenheit hatte, eine Lesung zu besuchen, sollte Axel Hacke über die Bücher oder Hörbücher kennen lernen – oder sich auf www.axelhacke.de 

den Tourneeplan anzuschauen, vielleicht kommt er ja vorbei. Dann sollten Sie hingehen.

 

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One Comment on “Axel Hacke, Lesung von Der weiße Neger Wumbaba, der Wortstoffhof”

  1. botschaftneukoelln sagt:

    Botschaft wäre gern dabei gewesen.


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