Staude des Jahres 2009 – Die Funkie, botanisch Hosta

Die Funkie – botanisch sowie international  Hosta genannt – ist vom Bund deutscher Staudengärtner zur Staude des Jahres 2009 gewählt worden.

Das las ich als ich kürzlich in einem Gartenmarkt einige neue Pflanzen für unseren Minigarten einkaufen wollte. Funkien sollten es aber nicht werden, die treiben bereits seit Anfang April bei uns aus. Ich hatte im letzten Jahr einige an einem halbschattigen Standort gepflanzt.

Im Herbst sterben die Blätter ab, die Pflanzen treiben jedoch im Frühjahr neu, ohne dass sie aus der Erde genommen werden müssen.

3 von ca. 4000 Arten

3 von ca. 4000 Arten

Mir gefallen die unterschiedlichen Arten dieser Blattschmuckstauden. Sie unterscheiden sich durch die verschiedenen Blätter, einfarbige bis hin zu vielfarbigen, aber auch durch die Blattform. Es gibt eiförmige, herzförmige und rundlich geformte Blätter, aber auch lanzettenartige. Es gibt kleine und größere Sorten (20-60 cm) mit unscheinbar wirkenden Blüten. Bei näherem Hinsehen erkennt man traubenartige Blüten in weißer bis violetter Farbe an langen Stielen. Funkien gedeihen am besten an einem schattigen oder halbschattigen Standort auf feuchten humösen und lehmhaltigen Böden.

Austrieb Anfang April

Austrieb Anfang April

Die Registrierungsstelle für Hosta wie diese Pflanze mit internationaler Bezeichnung heißt, die American Hosta Society, verzeichnet mehr als 4000 Sorten, von denen aber nur eine geringe Anzahl in Gartenmärkten erhältlich ist – meist nicht mehr als 3-5 Sorten. Spezialisierte Gärtnereien wie die von  Dr. Ullrich Fischer in der Nähe von Gifhorn bieten mehrere hundert Arten an (siehe dazu: http://www.garten-literatur.de/Pflanzen/hosta.html ). Herr Dr. Fischer ist  einer der Hosta-Spezialisten in Deutschland. Er hält Fachvorträge, stattet Bundesgarteschauen mit seinen Pflanzen aus und ist auf einigen Pflanzenmärkten und Veranstaltungen zum Thema Garten vertreten. Alle Informationen zu den Terminen und dem Pflanzenangebot sind auf der oben genannten Website zu finden.

Die Blätter werden häufig als schmückendes Grün bei Blumensträußen verwendet und der Gattungsname Hosta geht zurück auf den österreichischen Botaniker und Arzt Nicolaus Thomas Host, der diese Pflanzen, die ursprünglich hauptsächlich in und um Japan heimisch waren, beschrieben hat.

Funkien sind für mich neben den Blütenpflanzen wie Rosen und Hortensien sowie Buchs durch ihre verschiedenartigen Blätter ein belebendes Element in unserem Garten und bedürfen fast keiner Pflege.

Vermehrung

Die einfachste Art der Vermehrung ist die Teilung der Pflanze mit ihren Faserwurzelgeflecht im Frühjahr, aber auch eine Aufzucht aus den leichten schwarzen Samen ist nicht schwierig. Ich habe dazu den Samen im Winter kühl und trocken gelagert, Anfang März im Haus in Anzuchttöpfe gebracht. Nach etwa 10 Tagen Keimdauer sprießen dann die ersten Pflanzen, die dann 2 Wochen später bereits einige Zentimeter groß sind. Im Mai werden sie in den Garten ausgepflanzt.

Vier Wochen nach der Aussaat im Haus

4 Wochen nach der Aussaat im Haus

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One Comment on “Staude des Jahres 2009 – Die Funkie, botanisch Hosta”

  1. […] Staude des Jahres 2009 – Die Funkie, botanisch Hosta […]


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