Botanische Gärten der Villa Taranto am Lago Maggiore

224 AUFEINANDERFOLGENDE TAGE NATURSPEKTAKEL, das ist eine Werbung, mit der die botanischen Gärten der Villa Taranto auf ihrem Flyer, der in den Hotels rund um den Lago Maggiore ausliegt, auf Zehntausende von Pflanzen auf 16 Hektar Land aufmerksam machen.

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Als wir Ende Juni diesen Garten besuchten, war das Spektakel nicht gar so spektakulär, aber immerhin eines der interessantesten der Region. Die riesige Zahl der Azaleen und die etwa 500 Rhododendrenarten  waren naturgemäß verblüht, die Dahlien im Labyrinthgarten zeigten Knospen und nur vereinzelt Blüten. Aber auch wenn nun gerade diese beiden zu den Hauptattraktionen zählenden Bereiche nur grün waren,  gab es doch eine Vielzahl von blühenden Pflanzen wie den zahlreichen Hortensien, die hier in großer Artenvielfalt gezeigt werden. Wir sahen außerdem riesige farbenprächtige Petunienbeete, Wasserrosen, Nelumbium, Hibiscus und Magnolienbäume. Interessant war für mich auch die Artenvielfalt der gezeigten Ahornbäume und –büsche.

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Für die eine der Hauptattraktionen, einer riesigen Victoria Cruziana, steht ein großes Bassin in einem Gewächshaus zur Verfügung. Die Pflanze mit ihren Blättern von ca. zwei Metern Durchmesser , füllt das gesamte Becken von etwa 15 Metern Länge und 5 Metern Breite aus.

Von den Hortensien hat mich besonders die Hydrangea Quercifolia wegen ihrer Blätter begeistert, die eichenlaub- oder ahornartig aussehen.

Eine Art Wasserrose, die Nelumbo Nucifera, wirkte durch ihre Blüte – transparent wie aus feinstem Porzellan.

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So entdeckt man auf einem Rundweg von zwei Kilometern eine Pflanze nach der anderen. Dazwischen trifft man auf einen Puttenspringbrunnen, einen Terrassengarten mit einigen Wasserbecken und –spielen, dem Gewächshaus mit der Victoria und dem Mausoleumskapelle.

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Die Villa Taranto ist allerdings inzwischen vom Park abgegrenzt und kann nicht besichtigt werden. Sie ist Sitz der Präfektur der Provinz Verbano.

 Wir danken dem schottischen Hauptmann Neil McEacharn, der die Villa  Taranto aus einem Vorläufer umgestaltet hat und in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts diese Gärten zu einem wirklich schönen Park entwickelt hat. Hier hat ein Schotte nicht gegeizt und eine umfangreiche Sammlung von inzwischen 20.000 Arten aus der Pflanzenwelt angelegt. Inzwischen gehört die Anlage dem italienischen Staat, der ihn von McEacharn mit der Auflage bekommen hat, sie auszubauen und zu erhalten.

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Der Park gehört zum Verband Grande Giardini Italiani, deren Website www.grandegiardini.it  weitere sehenswerte Gärten in Italien aufführt, unter anderem auch die beiden auf den nahegelegenen borromäischen Inseln, Isola Bella und Isola Madre. Geöffnet ist der Park von Ende März bis zum 1. November – 224 Tage.

Und zum Schluß noch ein Bild vom Belvedere in Richtung Intra:

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