Hurra, ich bin jetzt Privatdetektiv!

Zwei Fälle, die ich gelöst habe, sind gerade als Buch erschienen. Das ist auch gut so, denn ich bin Privatdetektiv, der beste New Yorks.

 Und das kam so:  Zu meinem Abschied von der Firma, in der ich viele Jahre arbeitete, hatten sich einige liebe Kolleginnen und Kollegen überlegt, mir etwas Besonderes zu schenken.

Ein Geschenk war ein Buch mit „Personel Novels“. Zwei Kriminalstories, in denen ich die Hauptrolle spiele, Kolleginnen die Guten und manchmal auch die Bösen darstellen. Meine Nicht-Freunde sind darin dubiose Typen und Verbrecher aus dem Milieu der Drogendealer, Waffenschmuggler, Zuhälter und Mörder.

 Ich kannte diese Möglichkeit der personifizierten Stories noch nicht, doch  scheint sie inzwischen immer beliebter zu werden.

Die Website www.personalnovel.de ist so eine Möglichkeit, ein derartiges Buch in Auftrag zu geben. Das Procedere ist recht einfach. In wenigen Sätzen wird die Geschichte dargestellt, die handelnden Personen können dann benannt und einige Charakteristika festgelegt wie Augen- und Haarfarbe werden. Ich fahre in New York sogar mit meinen racinggreen-farbenen Mini zwischen den Handlungsorten umher. Ein etwas behäbiger Kollege im wahren Leben ist mein etwas behäbiger Kollege im Roman und die links von mir sitzende vertrauteste Mitarbeiterin wird zur rechten Hand und attraktiven Assistentin. Na ja, attraktiv ist sie auch im wirklichen Leben, ich hoffe nur, dass sie nie so eifersüchtig war, wie sie in der Fiktion ist.

Meinen KollegenInnen gelungen, die Rollen richtig zu besetzen, was zu erheblichem Spaß beim Lesen beiträgt. Der unsympathische und etwas schmierige Kollege wird zum Drogendealer und zwielichtigen Nachtclubbesitzer, und so bekommt der eine oder andere die Rolle zugeteilt, die zu ihm passt. Traurig ist aber, dass sich eine andere ganz nette Kollegin als Mörderin entpuppt. Man darf halt keinem vertrauen.


4 Kommentare on “Hurra, ich bin jetzt Privatdetektiv!”

  1. ottogang sagt:

    Das ist ja mal eine tolle Idee.
    Mich würde ja interessieren, wer der „Schmieri“ ist und vor allem wer gemordet hat.
    Und der Behäbige ?
    Und die attraktive rechte Hand ?
    Auf alle Fälle ein etwas anderes Abschiedsgeschenk, das man sicher immer gern mal wieder hervorholt.

  2. karu02 sagt:

    Ich habe auch noch nie davon gehört und finde es sehr interessant. Diese Idee werde ich sicher auch mal verwenden können. Glückwunsch zum Berufswechsel.🙂

  3. lakritze sagt:

    Tolle Idee. Hätte ich vor vier Wochen brauchen können — aber der nächste runde Geburtstag kommt bestimmt!

  4. philipp1112 sagt:

    Tut mit leid, lakritze. Hätte ich das gewußt, hätte ich vier Wochen früher meinen Abschied gefeiert.
    Und an Ottogang: Du hast leider keine Rolle abbekommen. Solche Charaktere wie Deinen gab es dann offensichtlich doch nicht.

    Ja, nun habe ich meine, seit einiger Zeit herbeigesehnten Berufung gefunden: neben dem Beruf als Privatdetektiv noch Großvater, Hobbybuchbinder u.v.a. – eigentlich habe ich nun mindestens 100 Berufe.


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