Hans Traxler: Mein Morgenstern

24 Bilder zu 24 Gedichten

Zu bekannten und weniger bekannten, witzigen und komischen aber auch ernsten Gedichten von Christian Morgenstern schuf Hans Traxler Bilder. Vierundzwanzig dieser Duette wurden zu einem Bändchen der Insel-Bücherei zusammengefaßt.

Es ist „Das ästhetische Wiesel“ dabei, das Nasobem und andere Tiere, aber auch das Hemmed oder das Gedicht „Was möchtest Du noch einmal sehn, wenn Du tot bist?“

Mit diesem Buch schlägt Leser-Betrachter mit der berühmten Klappe zwei Fliegen:

Zum einen findet er einen Grund, mal wieder ein paar Gedichte von Morgenstern zu lesen, und zum anderen kann er sich ergötzen an den Bildern Traxlers, gleich, ob sie nun Cartoons, Karikaturen, Zeichnungen oder Illustrationen genannt werden.

Ein Buch zum Verschenken – für andere und besonders für sich selbst -, das sich abhebt von den Schenke-Büchern auf den Schenke-Tischen der Buchhandlungen, sich abhebt von den Büchern mit den konfuzianischen und biblischen Sprüchen auf den einen, den bunten Fotos von Sonnenblumen und Sonnenuntergängen auf den gegenüberliegenden Seiten.

Einzig ein 25. Bild auf dem tristen Einband der Nr. 1270 der Insel-Bücherei hätte die Attraktivität dieses Buches noch erhöhen können.

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6 Kommentare on “Hans Traxler: Mein Morgenstern”

  1. Afra Evenaar sagt:

    Ein Bild auf einem Inseltitel???

  2. philipp1112 sagt:

    Ja, bezogen auf den Einband. Zum Beispiel wurde der Einband von Nr 1317 – Maria-Therese Tietmeyer, Weiße Blumen – mit einem Rapport bestehend aus Blüten, Knospen und Blättern gestaltet, zum Inhalt passend. Das vermisse ich im vorliegenden Fall. Die Gestaltung des Titels selbst ist natürlich Inseltitel-mäßig zu akzeptieren.
    Liebe Afra …, entschuldige bitte, dass ich so pinzig bin und diese Unterscheidung in Titel und Einband treffe. Aber da ich als Hobby-Buchbinder selbst Einbände herstelle und auch die Titel erstelle, bin ich hierbei so möglicherweise penetrant wirkend.

  3. Afra Evenaar sagt:

    Lieber Philipp, im Augenblick, als ich klickte, dachte ich: stopp, falsch. Danke fürs Hinweisen auf den Unterschied, ich finde es wichtig, mit den richtigen Begriffen umzugehen.
    Aber ich halte es für undenkbar, ein 25. Bild auf den Einband zu bringen. Als Bild geht es nicht, weil es der Gestaltung der Inselbände widerspräche; die Einbände sind ein Markenzeichen und legendär. Es zu einer Struktur aufzulösen, würde einem Traxlerbild nicht gerecht, die sind ja etwas eigenständiges und ausdrücklich zu einem anderen Zweck gemacht als zu einem dekorativen.

    Mein Lieblingseinband ist es übrigens auch nicht, erinnert mich ein bisschen an die Antigraffitibemühungen in der Berliner S-Bahn.

    • philipp1112 sagt:

      Liebe Afra, da gebe ich Dir recht, was die Möglichkeiten der Gestaltung anbelangt hat sich der Verlag festgelegt – und das ist ja auch nicht verkehrt. Aber ein Traxler auf dem Einband wäre trotzdem schön anzusehen.

  4. vilmoskörte sagt:

    Für ein Schulheft ist der Einband doch recht gelungen 🙂

  5. Roswitha Borrmann sagt:

    Danke für den Tip.

    Herzliche Grüße aus Hamburg


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