Johannisbeer-Gelee – zu süß oder zu sauer

Rezepte zur Zubereitung von Johannisbeer-Gelee gibt es in großer Zahl. Viel ähneln sich, einige bieten interessante Varianten mit anderem Obst, alkoholischen Zutaten oder Aromen.

Ich suchte nach einem ganz schlichten, mehr nach dem Verhältnis Fruchtsaft zu Gelierzucker.

Dabei fand ich drei Varianten von süß bis sauer.

Die sauere Variante wird erhalten, wenn man das Gelee aus 1250 ml Saft, erhalten aus 1,7 kg roten Johannisbeeren und 500 ml Wasser mit 500g  Gelierzucker 3:1 herstellt.

Die süße Variante ergibt sich aus 1000 ml Saft, erhalten aus 1,5 kg roten Johannisbeeren und 500 ml Wasser mit 1 kg Gelierzucker 1:1. Dies Süße kann etwas herabgesetzt werden, indem man 1-2 TL Zitronensaft hinzufügt.

Meinen Favoriten – nicht zu süß und nicht zu sauer – habe ich so hergestellt:

2 kg rote Johannisbeeren waschen, von den Stielen abstreifen, mit 600 ml Wasser unter ständigem Rühren kochen. Die Masse in ein Sieb, das mit einem Tuch ausgeschlagen ist, geben. Saft auffangen. Die Beeren zum Schluß ausdrücken. So erhält man ca. 1600 ml Saft, den man zunächst abkühlen läßt. Dieser wird dann etweder auf 1800 ml mit Wasser aufgefüllt oder ohne zusätzliches Wasser mit 1kg Gelierzucker 2:1 ca vier Minuten kräftig gekocht. Das heiße Gelee in Gläser füllen und verschliessen.

Wer möchte, kann dem Saft auch noch das Mark einer halben Vanilleschote zugeben.

In einigen Rezepten wird davon abgeraten, die Fruchtmasse auszupressen, da dann das Gelee trübe wird. Mein Gelee wurde trotz Auspressen nicht trübe und ich fände es schade, wenn  ein Teil des Saftes nicht genutzt würde. Meine Priorität war nicht so sehr Transparenz sondern Konsistenz und ein angenehmer Süßegrad.

 

12 Gedanken zu „Johannisbeer-Gelee – zu süß oder zu sauer

  1. Dein Rezept gefällt mir. Und Deine Schrift auf den Etiketten auch.
    Ich habe wie Du die Erfahrung gemacht, dass das Gelee trotz Ausdrückens nicht trüb wird.
    Mein letzter Versuch beinhaltete übrigens einen Apfel (mitgekocht, allerdings mit nur einem Fingerhut Wasser). Er nimmt den Johannisbeeren das Rasse (wie man in Bayern sagt) und wendet sie ins Freundlichere.

  2. Das sieht gut aus (bis zu den Etiketten, hatte ich auch gedacht)! Die Vanilleschote fände ich schade — ihr Aroma ist wunderbar, aber in unseren Breiten überstrapaziert. Und bei so einem bäuerlich-frischen Vitaminlieferanten empfände ich Veredelung wie eine viel zu protzige Armbanduhr …

  3. Ich mag ihn gerne sauer, weil ich ihn sowieso immer auf Quark esse und das schmeckt sauer am besten. Verrätst Du auch, wo Du Gläser und Etiketten erstehst? Das sieht zusammen sehr hübsch und appetitlich aus.

  4. Die Etiketten findest Du hier:

    http://www.weltbild.de/3/16134018-1/geschenke-lifestyle/haushalts-haft-etiketten-100er-set.html

    Gläser habe ich über ebay gekauft, z.B. hier:

    http://cgi.ebay.de/100-Einmachglaser-Marmeladenglaser-Sturzglaser-230-ml-/360315590375?pt=Metzgereiausstattung&hash=item53e47b96e7

    Die gibt es dort in verschiedenen Mengen.

    Ich war es aber leid, nur in ein Sammelsurium von abgelegten Wurst-, Marmeladen-, Senf- und Gurkengläsern zu füllen.

    Beschriftung: Original Philipp Elph mit Stabilo point 88

  5. Ich liebe die Sammelsurien von geleerten Wurst-, Marmelade- und dergleichen -gläsern. Nur Gurkengläser gehen wirklich nicht. Die Deckel halten das Gurkenaroma auf ewig fest. Und manchmal habe ich den Eindruck, die Gläser selber auch.

  6. Da muß ich Afra beipflichten: Gurke zieht ins Glas. Ich hatte mal Heidelbeermarmelade mit Gurkenobertönen. (Meine Quelle für selbstgemachte Marmeladen muß jetzt übrigens auch Etiketten kleben; jetzt weiß ich, wie sie mit Nachnamen heißt.)

  7. Da wünsche ich schon mal Guten Appetit bei den nächsten Frühstücken (habe die überhaupt eine Mehrzahl?). Ich esse sie übrigens auch gerne lieber säuerlich als mit zu viel Zucker.

  8. Bei mir gibt’s eine Mischung aus roter und schwarzer Johannisbeere, mit zwei noch unreifen Falläpfeln im Saftkochtopf gekocht. Den Trester setzte ich mit Kandis und Wodka zum Likör auf, der Saft wurde zunächst mit Zucker auf die gewünschte Süße gepimpt, dann mit Pektin auf die gewünschte Festigkeit gekocht. Vanille kommt mir dabei nicht ins Glas! Mengenangaben? Keine Ahnung, frei nach Schnauze…

  9. Pingback: Rotes Johannisbeergelee « Philipp Elph

  10. Pingback: Himbeergelee | Philipp Elph

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