Apfelgelee, Apfelmarmelade und die Variante A

Bernsteinfarben und leuchtend klar oder fruchtfarben und opak, das sind die wesentlichen Unterschiede im Aussehen von Gelee und Marmelade aus Äpfeln.

Kaum ein Unterschied: rechts Gelee, links Marmelade

Kaum ein Unterschied: rechts Gelee, links Marmelade

Kekse oder Plätzchen sollten schon mit Gelee belegt werden. Das wirkt appetitlicher. Zu Hause auf dem Frühstücksbrot oder Brötchen reicht mir dagegen die Marmelade. Auch tut es mir leid, wenn bei der Herstellung des Gelees das Fruchtfleisch verworfen wird.

Ob Gelee oder Marmelade, der erste Schritt ist der gleiche:

Die Äpfel waschen und ungeschält in Stücke schneiden. Das Kerngehäuse braucht nicht ausgeschnitten zu werden. Lediglich Stiel,  Blüte, faule Stellen und Würmer samt deren Gänge entfernen. Die Äpfel werden im Kochtopf knapp mit Wasser bedeckt und 10 bis 15 Minuten gekocht, bis das Fruchtfleisch zerfällt.

Für Apfelgelee wird der Brei in einen Mulltuchbeutel gegeben und der Saft aufgefangen.

750 g des so erhaltenen Saftes werden mit  dem Saft einer Zitrone und 500 g Gelierzucker 2:1 versetzt und 3-4 Minuten aufgekocht. Ist die Gelierprobe positiv, wird das Gelee in die vorbereiteten Gläser abgefüllt, die Gläser verschlossen, einige Minuten auf den Kopf gestellt und erkalten lassen.

Für Apfelmarmelade stampfe ich die gekochte Masse breiig und passiere  sie durch ein grobmaschiges Sieb.  Schale und Kerne  bleiben im Sieb zurück und werden entsorgt. Auch hier setze ich die gleichen Mengen ein wie bei der Herstellung von Gelee:

750 g passietes Fruchtfleisch

Saft einer Zitrone

500 g Gelierzucker 2:1

Kochen und Abfüllen der Marmelade wie beim Gelee beschrieben.

Mit 3 EL holzfassgelagertem alten Apfelbrand erhält die Marmelade einen ganz besonderen Geschmack. Die nenne ich Apfelmarmelade A  (in Analogie zu der Feigenmarmelade M ). Mit Calvados wäre es dann Apfelmarmelade C, aber Calvados war aus.

P.S. Durch die Auswahl der Apfelsorte kann die Geschmacksrichtung variiert werden. Ich habe in diesem Jahr einen großen Anteil meiner Lieblingssorte Cox Orange eingesetzt, Boskop bringt einen noch herberen, säuerlichen Geschmack.


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5 Kommentare on “Apfelgelee, Apfelmarmelade und die Variante A”

  1. Uffnik sagt:

    Als Marmelade kenne ich Äpfel bislang nicht. Alle anderen Erscheinungsformen sind aber einem gebürtigen Sachsenhäuser nicht fremd. 😉

  2. karu02 sagt:

    Wohntest Du in der Nähe, würde ich Dir gerne unsere Ananasrenetten für einen Versuch überlassen.
    Meiner letzten Apfelmarmelade habe ich 75 g Honig zugefügt, dabei drei Viertel der Apfelmasse pürriert und den Rest stückig gelassen.
    Dein A-Rezept werde ich mal ausprobieren.

  3. Lakritze sagt:

    Sortenreine Apfelgelees? Klingt gut; ich kannte bislang nur sortenreine Apfelweine (und fand sie klasse).

  4. karu02 sagt:

    Bei unserer Kelterei van Nahmen gibt es auch sortenreinen Apfelsaft, z.B. Boskop oder Sternrenetten.

  5. walterlenz sagt:

    Nach dieser guten Beschreibung müsste es selbst für mich einfach sein. Also, an die Töpfe, fertig, los!


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