Türen und Portale – Mathildenhöhe – Darmstädter Künstlerkolonie

Darmstadt Mathildenhöhe beherbergte in den Jahren 1899-1914 die Künstlerkolonie mit bedeutenden – überwiegend – Jugendstilkünstlern. Neuzeitliche und zukunftsweisende Bau- und Wohnformen sollten hier entwickelt werden. Ergebnisse dieser Arbeiten können auf der Mathildenhöhe im Jugendstil-Museum angeschaut werden. Zudem sind darum herum einige Wohnhäuser der Künstler entstanden. Diese sind allerdings nur von außen zu betrachten.

Mich haben verschiedene Tore und Portale an den Gebäuden beeindruckt.  Hier die auffälligsten davon:

Portal des Ernst-Ludwig-Hauses

Im Ernst-Ludwig-Haus befindet sich heute das Jugendstil-Museum mit Möbelstücken, Geschirr und Wohnaccessoires, die zu jener Zeit entstanden sind. Außerdem findn Sonderausstellungen zum Thema Jugendstil statt. Zum Beispiel eine Schmuckausstellung mit Stücken der Künstler, die vor rund 100 Jahren hier  gearbeitet haben, aber auch mit Exponaten dieser Stilrichtung  – oder analogen wie Art Nouveau, Liberty, Sezessionsstil sowie aus russischer Quelle (Fabergé)   -.   Zur Zeit der Künstlerkolonie befanden sich im Gebäude unter anderem die Ateliers der Gruppe. Architekt des Hauses war Joseph Maria Olbrich. Die sechs Meter hohen Figuren links und rechts des Eingangs schuf Ludwig Habich. In der Portalnische, die die Eingangstür umgibt, befinden sich vergoldete Pflanzenornamente.

Eingangsportal des Hochzeitsturms

Der Hochzeitsturm, Wahrzeichen Darmstadts, mit dem dreistufigen Eingangsportal wurde ebenfalls von Joseph Maria Olbrich gestaltet. Der Backsteinturm ist mit einer Höhe von 48,5 Metern eine imposante und alles andere überagende Erscheinung. markant ist auch die Dachform , die wie eine ausgestreckte Hand aussieht. Fünffingerturm wird er deshalb auch genannt.

Eingang – Haus Behrens

Das Wohnhaus Behrens wurde 1905 von Peter Behrens erbaut und nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wieder aufgebaut. Die äußerliche Erscheinung soll weitgehend dem Original entsprechen. Besonders auffällig ist die Eingangstür mit dem Jugendstilornament.

Mehr zu den Künstlern, die in der Kolonie arbeiteten, beschreibt der Wikipedia-Beitrag Darmstädter Künstlerkolonie .


9 Kommentare on “Türen und Portale – Mathildenhöhe – Darmstädter Künstlerkolonie”

  1. karu02 sagt:

    Das wäre ja ein Grund, mich einmal in Darmstadt, wo ich noch nie gewesen bin, umzusehen. Danke für diesen Hinweis.

  2. cablee sagt:

    Gold hat doch einen wunderbaren Glanz, auch wenn das Licht nicht so ideal ist.
    Ein interessanter Tipp!

  3. Lakritze sagt:

    Mit was hast Du denn fotografiert? Das sieht ganz anders aus als Deine anderen Bilder. (Ganz anders auch als meine Mathildenhöhen-Bilder; ich hatte hellgrauen Himmel, immerhin.)

  4. Philipp Elph sagt:

    Es war supertrübes Wetter. Habe eine normale Kompaktkamera benutzt, nicht die DSR.

  5. Uffnik sagt:

    Darmstadt ist schon toll! Und da braucht es auch nicht unbedingt eine DSR-Kamera. Ein Erkundungstrip rund um den Fünffingerturm (Mathildenhöhe) ist faszinierend und auch für Karu sicher sehr ergiebig.
    Da fällt mir ein, daß ich noch viele Fotos von Darmstadt irgendwo habe. Das sollte mal ein Beitrag in Qype werden. Oder auch ein Pöstchen im Blog.
    Danke für die Erinnerung.
    Für alle, die es selbst sehen wollen, hier ein nützlicher Link: http://www.darmstadt.de/darmstadt-erleben/sehenswuerdigkeiten/index.htm

  6. Philipp Elph sagt:

    @ Uffnik: Ein lichtstärkeres Objektiv wäre schon hilfreich gewesen.

  7. richensa sagt:

    Wunderbare Bilder von den Türchen… schade, dass die Adventszeit mal wieder vorbei isz😉

  8. rotewelt sagt:

    Dankeschön für die Erinnerungsauffrischung!

  9. Nils sagt:

    Super, endlich ein guter Beitrag, mein Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich den Blog leicht zu verstehen und bequem zu lesen.


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