Erdbeersirup

Spatzen pfeifen’s von den Dächern der Stadt: „Philipp Elph hat sich einen Dampfentsafter zugelegt!“

Erdbeersirup wurde von einem jungen Familienmitglied gewünscht. Nichts leichter als das……

Nachdem ich im letzten Jahr bereits mit einem Dampfentsafter geliebäugelt hatte, hielt mich nach o.g. Wunsch nichts mehr, zumal der Supermarkt in der Nähe auch ein unwiderstehliches Angebot hatte.

Die Sirupherstellung gliedert sich in einen vierstufigen Prozess: Reinigen und Zerkleinern der Erdbeeren, Entsaftung, Sirup-Kochen, Abfüllen.

2 kg Erdbeeren waschen und halbieren oder vierteln. Das ergibt 1,8 kg Frucht zum Entsaften. Erdbeeren mit der gleichen Menge Wasser (1,8 ltr.)  im Dampfentsafter entsaften. Als Entsaftungsdauer ist in Rezepten 30 Minuten angegeben. Bei mir dauerte es 45 Minuten bis das Wasser verdampft war und ein dunkelroter Saft (ca. 2 ltr.) gewonnen war.

Zu 2 ltr. Saft wird der Saft einer Zitrone gegeben, darin 1,5 kg normalen Haushaltszucker und 0,5 kg Gelierzucker 2:1 aufgelöst, erhitzt, 2 Minuten gekocht, Schaum abgeschöpft und in die mit kochendem Wasser ausgespülten Flaschen abgefüllt. Das ergibt 6 Flaschen à 0,5 ltr. und einen kleinen Rest zum Probieren.

In diversen Rezepten wird der normale Zucker verwendet,  Zitronensaft oder  Zitronensäure wird angegeben. Manche Rezepte führen aber auch keine Zitrone auf. Pfiffig liest sich das Rezept, das von Dr. Oetker veröffentlicht wurde. Dort ist pro Kilo Frucht – unabhängig von der Menge des gewonnenen Safts – 0,5 kg Haushaltszuckerucker und 0,5 kg Gelierzucker 2:1 angegeben, dazu 1 Päckchen Zitronensäure ( Gelierzucker und Zitronensäure selbstverständlich von Dr. Oetker). Ich habe mich von dem Oetker-Rezept verleiten lassen und die Hälfte des darin empfohlenen Gelierzuckers genommen, zudem habe ich statt der zwei Päckchen Zitronensäure lieber eine Zitrone genommen.

Hier die Zutatenliste:

2 kg Erdbeeren

1,8 ltr. Wasser

Saft von 1 Zitrone

1,5 kg Haushaltszucker

0,5 kg Gelierzucker 2:1

Das Entsaften hat sehr gut funktioniert, das Gerät wurde auch schon zur Gewinnung von Johannisbeersaft  für Gelee eingesetzt (Rezept folgt demnächst). Noch interessanter und deshalb als nächstes auf dem Erdbeer-Programm, richensas Erdbeerlimes. Dazu brauche ich allerdings den Entsafter nicht, stattdessen jede Menge Wodka.


6 Kommentare on “Erdbeersirup”

  1. richensa sagt:

    Ein tolles Gerät so ein Dampfentsafter… ich habe meinen für einen Euro bekommen, quasi als Tausch gegen einiges, was ich vor meinem Umzug nach Berlin weggeben wollte. Hatte viel Spaß beim Gefeilsche um den Topf, habe nämlich nur 50 ct geboten😉

  2. Michael Zoll sagt:

    Ein Entsafter macht schon Sinn!

  3. cablee sagt:

    Ich mach mit dem Dampfentsafter alljährlich den vitaminreichen Fliederbeersaft.

  4. karu02 sagt:

    Wenn die Quitten reif sind, ist der Dampfentsafter unentbehrlich, wenn ich ein feines Quittengelee zubereiten will. Ich werfe die geviertelten Früchte mit den Kerngehäusen hinein, weil ich faul bin. Es funktioniert ausgezeichnet.

  5. Tamara sagt:

    Jetzt mal eine Frage – vielleicht ist die etwas blöd…

    Wie unterscheidet sich ein Dampfentsafter von einem „normalen (?)“ Entsafter. Ich habe auf http://www.entsafter-tests.de die Empfehlung bekommen, mir einen Gastroback Entsafter zu kaufen. Ich dachte, in einem solchen Entsafter wird irgendwie gehäckselt und geschleudert, um den Saft aus den Früchten zu bekommen. Oder liege ich da jetzt total daneben?

    • , die frisch getrunken werden sollenPhilipp Elph sagt:

      Mein Dampfentsafter besteht aus vier Teilen:
      Unten ein Kochtopf (1), in der Mitte der „Saftsammler“ (2) mit einer Auslauftülle an den ein Schlauch mit Schlauchklemme gesteckt wird, oben der siebartige Einsatz (3), darauf ein Deckel (4).
      Das zu entsaftende Gut wird zerkleinert in den Einsatz 3 gegeben, Wasser in den Topf 1. Das Wasser wird zum Kochen gebracht und der Dampf geht durch den Sammler, der in de Mitte ein Loch hat (am Loch sind Wände damit sich der Saft dort sammeln kann), in den Einsatz 3 mit dem Obst/Gemüse. Der Dampf extrahiert aus dem Gut die Flüssigkeit (Wasser/Obst- oder Gemüsesaftgemisch) und tropft kondensiert durch die Löcher des Einsatzes. Rezepte geben an, wieviel Wasser man benötigt, um den Saft zu bekommen, und wielange der Prozess des Kochen dauern soll. Dampfentsafter werden hauptsächlich verwendet, wenn der Saft hinterher „eingemacht“ wird. – in welcher Form auch immer (trinkfertiger Saft, Sirup, Gelee o.a.)
      Beim Entsafter wird der Fruchtsaft ohne Dampf direkt kalt aus den zerkleinerten Früchten gepresst, ergibt ein Saftkonzentrat. Soll dieses Konzentrat zu einem trinkfertigen Saft verarbeitet werden, ist Wasser hinzuzufügen. Einkochen geschieht analog der Konfitüreherstellung. Entsafter eignen sich natürlich besonders zur Gewinnung trinkfertiger Säfte wie Orangensaft, Apfelsaft oder Karottensaft, die frisch getrunken werden sollen.


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