Zeit, Aprikosenkonfitüre zu kochen

Dicke, reife Früchte, das Kilo 1,79 € – probiert – für gut befunden!

Man nehme:

ca. 850 g Aprikosen, ergibt entsteint und – wenn gewünscht enthäutet – ca. 750 g Frucht

Saft von 1/2 Zitrone

500 g Gelierzucker 2:1

Vorweg: In unterschiedlichen Rezepten werden die Aprikosen mit der Haut verarbeitet, andere empfehlen Blanchieren der Früchte und das Abziehen der Haut. Die Früchte, die ich verarbeitete hatten eine dünne, zarte Haut. Ich habe sie deshalb mit Haut verarbeitet,  zudem wurden die Früchte püriert.

Zum Einkochen wurde das übliche Verfahren angewandt: Früchte säubern, entkernen, pürieren. Zucker und Zitronensaft hinzufügen. Erwärmen, 4-5 Minuten kräftig aufkochen (oder im Brotbackautomaten mit dem entsprechenden Programm herstellen). In gereinigte und sterilisierte Gläser abfüllen, Gläser verschließen, ca. 15 Minuten auf den Deckel stellen.

LeserInnen mag die nachfolgende Rechnung amüsieren, aber ich wollte es wissen:
Kostenrechnung für die Herstellung dieser Menge im Brotbackautomaten ohne Berücksichtigung der Arbeitszeit:

Gläser, gebraucht          0,00 €

850 g Aprikosen             1,52 €

1/2 Zitrone                      0,20 €

Gelierzucker 2:1             0,69 €

Energie                            0,30 €

Wasser z. Reinigung     0,10 €

Abschreibung Brotbackautomat    0,20 € (Anschaffung 75 €, bisher 300 x benutzt)

_________________________________________________________

Kosten Summe             3,01 €

Ausbeute                      1200 g

Kosten/100g                 0,50 €

Abgesehen, dass mir das Einkochen von Konfitüre Spaß macht und ich Spaß nicht mit Geld messen kann: Mein Produkt ist frischer als die, die ich im Supermarkt kaufen kann, qualitätsmäßig ist mein Produkt guten Konfitüren (Schwartau extra z.B., kostet 0,60-0,75 €/100 g) zumindest ebenbürtig – ich behaupte sogar, meins ist besser. Selbst, wenn ich pro kg Frucht noch 4 € ausgebe, ist meine Herstellung nicht teurer. Wer dagegen Früchte aus eigener Ernte einsetzen kann, hat sogar noch einen größeren Kostenvorteil.

Fazit: Konfitüre, Marmelade & Gelee einkochen ist kein teures Hobby!


5 Kommentare on “Zeit, Aprikosenkonfitüre zu kochen”

  1. cablee sagt:

    Du bringst mich da auf eine Idee… Werde mal mein Rumtopf-Rezept zur Tastatur bringen. Damit ja nichts in Vergessenheit gerät😉

    Prima Anregungen übrigens, deine Blog-Einträge!

  2. … aber es kann einem einfach sehr viel geben!
    Vielen Dank,
    mb und dm

  3. karu02 sagt:

    Dein Anregung hat den Ausschlag gegeben, auch mal Früchte zu kaufen für die Marmelade. Unsere Aprikosen sind nämlich alle erfroren, obwohl gar kein starker Frost mehr gewesen ist, nach der Blüte. Ansonsten kommt nur selbstgeerntetes in die Gläser. Nach Deiner Rechnung müsste sich auf meinem Konto schon einiges angesammelt haben. Merkwürdigerweise ist das nicht der Fall. Aber wenigstens weiß ich jetzt, was ich gespart habe pro 100 g.

  4. rotewelt sagt:

    Gute Idee, ich habe bisher nur Himbeer- und Erdbeer-Rhabarber-Marmelade gemacht, mir fehlt noch was Gelbes! Aprikosenkonfitüre schmeckt auch gut mit Mandelblättchen darin und/oder mit einem Schuss Marillenlikör.

  5. Lakritze sagt:

    Aber hast Du auch die Arbeitskosten berücksichtigt? Je nach Ausbildung sind die Stundenlöhne ja nicht gering. Vermutlich muß man auf dem Etikett vermerken, wer die Marmelade gemacht hat: Ingenieur, Geisteswissenschaftler, abgebrochener Akademiker, Finanzberater …


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