Mainzer Sand, die Steppe in meiner Nähe

Eine Steppenlandschaft in Mainz unweit des Rheins, Relikt der Spätphase letzten Eiszeit, eine Binnendüne, bestehend aus einem kalkhaltigen, nährstoffarmen und trockenen Sandboden.

In dem kleinen Naturschutzgebiet (nur 127 Hektar groß), das sowohl als „Mainzer Sand“  als auch als „Großer Sand“ bezeichnet wird, wachsen noch Steppenpflanzen, die in dieser Gegend nicht mehr vorhanden sind, darunter auch gefährdete und vom Aussterben bedrohte Pflanzen wie der Sand-Lotwurz. Die Vegetation des Großen Sandes ist im Botanischen Garten der Mainzer Universität nachgebildet.

Ein zumeist sandiger Rundweg von ca. 2.5 km Länge führt durch das Gebiet. An einigen Stellen sind Tafeln angebracht, die Flora, Fauna, Geologie und geoökologische Entwicklung dieser Landschaft beschreiben.

Stellenweise sieht es hier so aus wie in einer Heidelandschaft, Erika ist hier auch zu finden. Zudem haben sich Spargelpflanzen hier ausgewildert, was nicht verwunderlich ist, da in der Gegend Spargel angebaut wird und dieser auch Sandboden liebt.

Bis auf ein kleines, leeres Schneckenhaus waren heute Sand, Kiefern und Totholz die einzig reizvollen Objekte. Zur Blütezeit im nächsten Jahr werde ich wieder da sein, um die seltenen Pflanzen besser erkennen zu können.

Zu einer Binnendüne an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern, beschrieben von Herbstbaum, geht’s hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Haus der Östlichen oder Weißen Heideschnecke (Xerolenta obvia)

Haus der Östlichen oder Weißen Heideschnecke (Xerolenta obvia)

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11 Kommentare on “Mainzer Sand, die Steppe in meiner Nähe”

  1. karu02 sagt:

    Die Landschaft auf den Bildern hätte ich nie in der Nähe von Mainz vermutet.

  2. Herbstbaum sagt:

    Ja, solche Landschaften kann man gut im Lauf der Jahreszeiten erleben und erspüren.

  3. ottogang sagt:

    eine unerwartete Landschaft, schaut sehr interessant aus.

  4. rotewelt sagt:

    So eine Steppenlandschaft bei Mainz – auch ich hätte sie dort nicht vermutet, stelle mir vor, wie eine Giraffe um die Ecke kommt…

  5. Michael Zoll sagt:

    Sehr schöner „Mainzer Sand“ 🙂

  6. Uffnik sagt:

    So nah dran, und noch doch noch nie dagewesen. Danke für die Erinnerung 🙂

  7. Philipp Elph sagt:

    @ Uffnik
    …….übrigens, abgesehen davon, dass hier im Sand wenig Schlamm für Deine Golden Schlammspringes vorhanden ist, manche Wege sind auch gesperrt für selbige und deren Artgenossen. D.h. an einigen Wegen prangt ein Hundeverbotsschild. Aber das ist sicher sinnvoll, um die dort lebende seltene Fauna zu schützen.

    • Uffnik sagt:

      Als verantwortungsvoller Hundehalter respektiere ich solche Verbote natürlich. Allerdings bleibt mir dadurch auch so manches Sehenswerte verborgen. Aber für solche Situationen gibt´s ja Dich, mit deinen Posts!

  8. Philipp Elph sagt:

    @ Uffnik:
    Es gibt nicht nur Verbote sondern auch etliche Wege in diesem Gebiet, auf denen Hunde mitlaufen dürfen.

  9. Lakritze sagt:

    Tolle Bilder. Muß ich doch auch mal hin.

  10. […] kleines Schneckenhaus habe ich in der “Steppe”, der Binnendüne Mainzer Sand gefunden. Kleiner und flacher (Durchmesser ca 15 mm, Höhe ca. 5 mm)  als die Häuser der […]


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