Die Bamberger und ihr Gabelmoo

Recht respektlos sind sie, diese Bamberger. Den Herren auf dem eingezäunten Brunnen, den alten römischen Gott mit dem goldenen Dreizack, nennen sie Gabelmann, oder in ihrer oberfränkischen Mundart „Gabelmoo“. Hat Neptun das wirklich verdient, mit solch einem Nickname belegt zu werden?


Ich find’s gut! Im übrigen ist der Brunnen am Grünen Markt DER Treffpunkt, wenn man sich in der Stadt verabredet. „Dreff mer uns am Gabelmoo!“ heißt es in Bamberg – und das wohl schon seit 1566, so lange gibt es den Brunnen bereits.

Bedichtet ist er  vom Bamberger Mundartdichter Hans Morper (in: Heimat im Spiegel, Bamberg, 1994) – auch etwas respektlos:

Hei, do steht der Gobl-Mo!
Außn is a Gitter dro.
Inna drinna, aus vier Röhrn.
tonn sie a weng Wasser möhrn;
wenns glitzert in der Sunna,
dann merkst, des is a Brunna!

Und wer in der Nähe ein Brötchen kaufen will, geht zum Fuchs am Gabelmoo:


4 Kommentare on “Die Bamberger und ihr Gabelmoo”

  1. karu02 sagt:

    ..und so ein toller Waschbrettbauch.

  2. cablee sagt:

    Der Zaun ist ja ein wahres Kunstwerk!

  3. rotewelt sagt:

    Cablee, das dachte ich auch sofort!


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