Widmung – Handgeschriebenes

Zu Weihnachten 1918 erhielt Heine Fischer von Freunden seiner Eltern das Buch Reineke Fuchs.

Heinz_0001

Schreibt Widmungen, solange es noch Bücher in dieser Form gibt.

Wenn dann noch die Handschrift so schwungvoll gekonnt ist, erfreut es jeden, der sie liest.

Zudem kann sie ein Stück Familiengeschichte sein.

Ich habe dem Reineke Fuchs vor einiger Zeit einen neuen Einband spendiert und mir dabei gedacht, dass es doch eine feine Geste ist, wenn der Schenkende ein paar Worte in das Buch hineinschreibt, eine nette Erinnerung. Dieses Buch ist von meinem Onkel weitergegeben worden an meine Mutter. Als Jugendlicher habe dann versucht, es zu lesen. Ich habe es nicht geschafft. Das lag nicht an der Schrift, es war mir zu weit weg von dem, was mich begeistert hat. Vielleicht ist es jetzt anders. Ich werde einen zweiten Versuch starten.

Exif_JPEG_PICTURE

Mehr zu Reineke Fuchs und dem Buch in Kürze. Für heute nur noch Bilder von der Vorderseite des Einbands und einer Vignette als Abbildung über einer Kapitelüberschrift.

Heinz_0002-001


9 Kommentare on “Widmung – Handgeschriebenes”

  1. richensa sagt:

    Handschriften sind etwas wundervolles, auch wenn sie manchmal für unser „Arial“-gewöhntes Auge so schwer zu entziffern sind. Und in Zeiten von Computertasten verlernen wir die unsrige so schnell. Also werde ich hoffentlich dieses Jahr wenigstens die Weihnachtskarten wieder per Hand schreiben.

  2. puzzleblume sagt:

    Die Buchgestaltungen alter Bücher liebe ich so sehr, dass ich in Antiquariaten oder auf Flohmärkten manchmal so ein Schätzchen nur darum kaufe, obwohl ich sie lesen kann und darum schon sehr schnell weiß, dass sie inhaltlich voraussichtlich nur quergelesen bleiben werden.
    Das gilt vor allem für Romane von heute vergessenen Autoren aus der Zeit um die Jahrhundertwende bis in den Jugendstil.
    Ganz wie du schreibst: die Widmungen darin sind ein Faszinosum für sich, macht Urgroßmütter wieder zu jungen Mädchen mit schwelgerischen Freundinnen oder strenge Großväter zu ermahnten Konfirmanden.
    Dazu brauche ich nicht einmal einen Bezug zu diesen Menschen, es wirkt auch für sich genommen, stellvertretend für die Generationen.

  3. Ja, wenn man so schön schreiben könnte … Ich schreibe sehr viel von Hand, aber je älter ich werde, desto größer und eiliger wird die Schrift. Trotzdem werden Verschenkbücher des öfteren von mir bekrakeelt.

  4. karu02 sagt:

    Bei mir kommt jeweils ein wenig Neid auf schöne Handschriften hoch. Ich tröste mich dann damit, wenigstens schnell tippen zu können. Solche Widmungen kommen heutzutage kaum noch vor.

  5. Mir gefallen Widmungen auch sehr gut, zeigen Sie doch häufig die Sorgfalt, mit der früher Geschenke ausgewählt und überreicht wurden.
    Die heutige Form der Autorenwidmung, mit persönlichem Bezug ist da eine sehr schöne Fortsetzung

  6. Lakritze sagt:

    Ach, schön. Ich würde ja auch gern mal was von Hand schreiben, was Längeres, aber ich glaube, damit täte ich niemandem einen Gefallen …

  7. Uffnik sagt:

    Ja Leute, schreibt mal wieder mit der Hand! Vielleicht auch mal einen Brief an die Liebste?
    Es ist eher unwahrscheinlich, daß in 40 Jahren jemand eine SMS oder e-mail auf dem Dachboden mit rosa Bändchen findet.

  8. […] Bücher von  Janosch und Fritz Werdenmann stehen in meinen Bücherregalen, wobei das Buch von Fritz Werdenmann schon einmal in diesem Blog vorgestellt wurde. Ein von mir gefertigter neuer Einband und die Widmung in diesem Buch wurden dabei […]


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s