Zeitgeist 1935 – Handgeschriebenes

Aus dem Poesiealbum meiner Mutter

Heinz

– ohne Kommentar –

Oder doch:

Zitat aus dem Webarchiv:

Ein Beitrag aus der Preußischen Allgemeinen Zeitung / Folge 07-10 vom 20. Februar 2010

Wie sehr die Einträge in den Alben von dem gesellschaftlichen und politischen Zeitgeschehen beeinflusst wurden, zeigen Widmungen aus der Zeit des Nationalsozialismus: „Wer leben will, der kämpft! / Und wer nicht streiten will in dieser Welt des ewigen Ringens, / verdient das Leben nicht. Adolf Hitler.“ (17. März 1934) „Sei immer treu und edel / Und bleib ein Deutsches Mädel!“ (April 1935) „Sieh im letzten Deiner Volksgenossen immer noch den Träger Deines Blutes, mit dem Dich das Schicksal auf dieser Erde unzertrennlich verbunden hat und schätze deshalb in Deinem Volke den letzten Straßenfeger höher als den König eines fremden Landes. Adolf Hitler.“ (25. März 1939)

„Leben heißt kämpfen, opfern, reifen, emporsteigen!“ (21. November 1939).

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4 Kommentare on “Zeitgeist 1935 – Handgeschriebenes”

  1. puzzleblume sagt:

    Ja, so war das, und es war, wenn man sich anschaut, was beispielsweise amerikanische Bürger sich tagtäglich gönnen zu schreiben, ohne sich als schlimme und völkermordende Nationalisten zu fühlen, nicht schlimm, den als Sammelbegriff für im eigenen Sozialverband gerade geltenden Ideale zu verstehende Vokabel der Nationalzugehörigkeit zu verwenden, um dieses ganze Bündel zum Ausdruck zu bringen.
    Man sollte hin und wieder auch schauen, wie es die anderen Nationalitäten handhaben, um das schmerzhafte Zucken beim Lesen dieser Formulierungen in den Griff zu bekommen.

  2. die Schrift erinnert mich an meinen Vater, genau so hat er auch geschrieben 🙂

  3. karu02 sagt:

    Gruselige Hintergründe zu einer schönen Schrift.

  4. Lakritze sagt:

    Den Spruch hatte ich auch noch im Poesiealbum (von wem eigentlich?), mit Aufklebern und Glitzer verziert; nur hieß es da … und bleib ein braves Mädel. Sozusagen entnazifiziert; ich mochte aber viel lieber: Irrtümer haben ihren Wert, / jedoch nur hier und da: / nicht jeder, der nach Indien fährt, / entdeckt Amerika. Da weiß ich auch den Schreiber noch.


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