Der Ernst des Lebens

P1010540Enkelin J. ist kürzlich sechs Jahre alt geworden. In wenigen Wochen kommt sie zur Schule und dann beginnt er: Der Ernst des Lebens!

Das sagt man so zu den Kleinen, die immer größer werden, wenn – schwups –  das Baby- und Kleinkindalter vorbei ist.

Der Ernst des Lebens beginnt. Für unsere Kinder und Enkelkinder recht moderat mit dem Schulbesuch, während anderswo dieser Ernst bereits früher mit Arbeit begonnen hat.

Das kleine Büchlein „Der Ernst des Lebens“ bereitet seit den 70er Jahren die künftigen Schüler auf ihre neuen Aufgaben und Pflichten auf vergnügliche, altersgerechte Weise vor.

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Für die Kinder ist die Frage, „Was“ dieser noch unbekannte, rätselhafte Ernst ist. Sie erhalten jedoch eine Antwort auf die Frage „Wer“. Sie  erfahren, dass das wohl gar nicht so Ernst ist mit dem Ernst – und das ist doch toll. Ein blöder Spruch – weil er vielen Angst macht -, der von Eltern, Geschwistern, anderen Verwandten oder Freunden sicher meist unbedacht wie Drohung oder Mahnung ausgesprochen wird. Es verändert sich etwas im Leben der Kinder, ganz erheblich sogar, doch kein Grund, den künftigen Schülern Angst zu machen!

Sabine Jörg (Text) Und Ingrid Kellner (Illustration) haben dieses Thema so faszinierend dagestellt, dass es seit vielen Jahren fast „Pflicht-(Vorlese)-Lektüre“ für Eltern von künftigen Schülern und deren Sprößlinge ist.

 


5 Kommentare on “Der Ernst des Lebens”

  1. puzzleblume sagt:

    So etwas ist sicher eine gut gemeinte Idee, aber ich halte nichts davon, Büchlein zu eh allem Neuen im Leben eines Kindes zu kaufen, statt ein Gespräch zur Situation selbst zu gestalten, sei es Einschulung, Sexualaufklärung oder was auch immer.

    • Philipp Elph sagt:

      Wenn ein Buch zum „Standard-Mobiliar“ vieler Kindergärten gehört, liebe Tanten zur bevorstehenden Einschulung das Buch schenken, ist das Thema „auf dem Tisch“. Aber es geht hier – wie bei anderen Themen – doch auch darum, einen Anstoß zu erhalten oder zu geben, sich mit einem Thema auseinander zu setzen. Unreflektiertes Vorlesen halte ich für unsinnig. Ein Gespräch zu gestalten um das Buch und insbesondere den Titel herum, das ist doch eine praktikable Vorgehensweise.

  2. Utasflow sagt:

    Ich denke, es wäre sinnvoll für viele Erwachsene das Buch zu lesen. Indem ihnen mögliche Ängste der Kinder vor diesem nicht greifbaren „Ernst“ aufgezeigt werden, könnten sie die Verwendung dieses dummen Satzes unterlassen. Ich persönlich verwende ihn nicht (mehr). Stattdessen ermutige ich einen diesjährigen Schulanfänger, indem ich sage: „Oh, wie schön, du kommst in die Schule? Da kannst du viel lernen und es macht Spass“. Zugegeben, es handelt sich um ein wissbegieriges Kind, das sich gerne weiterentwickelt.

  3. kormoranflug sagt:

    Der Ernst des Lebens hat doch schon längst begonnen. Auch als Kind muss man schon die komplizierten Eltern und Gross-Eltern zu nehmen wissen. Was kann da noch ernsteres kommen.?

  4. Lakritze sagt:

    Wenn sich das Kind über Bücher freut, ist das mit dem E.d.L. sowieso nicht so arg ernst. (Ich erinnere mich auch noch daran, daß es dashieß; genauso wie: die dritte Klasse, die wird richtig schwer. Und dann habe ich gewartet und gewartet und gewartet …)


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