Charles Dickens: A Christmas Carol

Marley was dead, to begin with.

Marley war tot, damit wollen wir anfangen.

P1010943Den Anfang trifft fast jede Verfilmung, jedes Bühnenstück der Dickens’schen Weihnachtsgeschichte . Doch dann trennen sich Erzählung und Adaptionen sehr schnell und bewusst bis hin zur Muppetsversion oder einer Bühnenfassung wie Scrooge oder Weihnachten vergisst man nicht (von Martin Baltscheit nach Dickens im Hessischen Staatstheater Wiesbaden, 2015), die für Kinder gedacht sind.

Nur Charles Dickens kann den herzlosen Geizhals so treffend beschreiben:

Kein Wind war schneidender als er, kein Schneegestöber erbarmungsloser, kein klatschender Regen einer Bitte weniger zugänglich….Der ärgste Regen, Schnee oder Hagel konnten sich nur in einer Art rühmen, besser zu sein als er: sie taten es oft im Überfluss, und das tat Scrooge nie und nimmer.

Unbarmherzig seinem Mitarbeiter gegenüber, die guten Wünsche zum Fest und die Einladung zum Essen am Weihnachtsabend seines Neffens ablehnend. So erleben wir Scrooge zunächst. Und bis der alte Geizknochen sich in einen netten Kerl verwandelt, der wieder Lachen kann, Barmherzigkeit zeigt, muss er sich von drei Geistern sein bisheriges Leben und das traurige Resultat seines derzeitigen Verhaltens zeigen lassen. Diese Wandlung von Scrooges Persönlichkeit kennen wir in der einen oder anderen Fassung, möglicherweise auch aus dem Buch.

Wer aber die Kraft der Sprache spüren möchte, der sollte die Geschichte lesen – in Englisch oder Deutsch, denn auch die Übersetzung drückt aus, was und wie Dickens erzählt: Nicht nur von der Mutation des Ebenezer Scrooge sondern auch von der Armut großer Teile der englischen Bevölkerung zur Mitte des vorletzten Jahrhunderts.

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Das Foto zeigt das gut 50 Jahre alte Heftchen des Ferdinand Schöningh Verlags und zeugt von meinem ersten Zusammentreffen mit Charles Dickens und dessen Erzählung. Das Cover zeigt „Mr. Fezziwigs Ball“, einer Illustration aus der Originalausgabe.

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One Comment on “Charles Dickens: A Christmas Carol”

  1. ottogang sagt:

    Es ist eigentlich egal, ob als Buch oder verfilmt, ich schau und lese es immer wieder gern. Ein Buch habe ich sogar, da werde ich namentlich im Buch als Scrooge Angestellter erwähnt. Ganz lustig wie es einen beim lesen immer wieder reißt


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