Auf und ab auf dem Wispertalsteig

“Lorch erleben zwischen Wald und Reben”

Espenschied_0002-001

So lautet das Motto der Stadt am Rhein, mit dem dort auf Touristenfang gegangen wird. Karl führte uns zum waldigen Teil beim Ortsteil Espenschied. Pfiffig wie wir waren, starteten wir nicht am nahezu höchsten Punkt des etwa 14 Kilometer langen Rundwegs in Espenschied sondern am tiefsten, dem Parkplatz mit dem Mühlrad vor der Gaststätte Laukenmühle.

20151124_093351Wir erreichten den Ausgangspunkt per Auto über die A66, die Bäderstraße und schließlich die von Bikern geliebte, an diesem Tag winterliche Wispertalstraße. Es herrschte Mützen- und Handschuhwetter bei Temperaturen von Null bis zu einigen Minusgraden. Der Weg von der Laukenmühle nach Espenschied brachte uns Wanderer recht schnell auf Betriebstemperatur und von 150 auf etwa 400 Höhenmeter.

Ausgangspunkt: Das Mühlrad am Parkplatz vor der Gaststätte Laukenmühle

Ausgangspunkt: Das Mühlrad am Parkplatz vor der Gaststätte Laukenmühle

Bevor wir Espenschied erreichten, ergötzten wir uns an “Oma,s Ruh”, einem Schild,………………..

Was will uns das Schild sagen?

…………das auf einen Aussichts- und Ausruhpunkt hinweist.

Der Platz, der Omas Ruh genannt wird

In Espenschied fiel besonders eine Balkonbrüstung auf. Fleißig sind die Espenschieder!

Fleißig sind die Espenschieder

Hinter Espenschied entdeckten wir eine Kuh, die sich dann aber beim Näherkommen zum Pferd verwandelte

Man könnte fragen: Wer ist Mutter, wer Vater

Saurier - Fels

Abseits des Weges

Am Saurier-Felsen gerieten wir kurzzeitig vom rechten Weg ab. Schließlich erreichten wir dann doch wieder den Rundweg und nach ca. 14 Kilometern auch die Zivilisation, sprich den Parkplatz der Laukenmühle. Zuvor schritten wir noch durch ein Tor, an dessen rechter Seite vor nicht allzulanger Zeit eine Schrifttafel eingelassen wurde.

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Die Tafel am Tor, Hinweis auf das Lager des Reichsarbeitsdienstes

Es ist eine Tafel, die daran erinnert, dass sich hier während des sogenannten III. Reiches ein Lager des Reichsarbeitsdienstes befand. Einige Mauerreste oberhalb des Tores und eben dieses Tor zeugen noch davon. Neben diesem Stück Geschichte sahen wir wie oben gezeigt einige Kuriositäten. Zum Schluss haben wir dann erfahren auf welchem Territorium wir uns befunden haben: Wir hielten uns im Freistaat Flaschenhals auf, das Stückchen Deutschland, das bei der Rheinlandbesetzung nach Ende des I.Weltkrieges unbesetzt blieb.

Nun denn, wir sind im Jahre 2015. Der Freistaat Flaschenhals ist Geschichte, für uns das letzte Kuriosum an diesem Tage.

Das waren noch Zeiten!

Vollzählig traten wir die Rückfahrt an – die Laukenmühle hatte seit dem 1. November Winterpause – aber bei einem Einkehrschwung in Frauenstein konnten wir noch einmal ausgiebig über “Oma,s Ruh” und andere Erfahrungen rund um den Saurier-Felsen und Espenschied bei Wein, Tee, Rippchen und Schnitzel klönen.

(Achtung: Bei Einkehr im Weinhaus Sinz nicht das „große“ Schnitzel bestellen! Es handelt sich hierbei um zwei Riesenschnitzel, nicht zu schaffen)

20151124_154703Daten/Strecke:

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5 Kommentare on “Auf und ab auf dem Wispertalsteig”

  1. Utasflow sagt:

    Ich habe vor wenigen Tagen eine sehenswerte Dokumentation über den Rheingau und das Wispertal gesehen.

  2. julekerp sagt:

    Sehr schöne Tour und Fotos! LG von Jule und ihren Dosenöffnern

  3. Uffnik sagt:

    Respekt!
    Und das bei diesem Wetter.
    Meine Kenntnis vom Wispertal ist auf einige Motorrad-Touren begrenzt. Die Strecke ist für alle Zweirad-Fans immer wieder ein lohnendes Ziel. Wenn auch zum Zwecke die Verkehrssicherheit zu erhöhen, die Geschwindigkeit drastisch reduziert , weil limitiert ( und überwacht ) wurde.
    Das tut der Schönheit keine Abbruch. Im Gegenteil.
    Als Motorrad-Fahrer muss man jetzt halt den Rückspiegel ständig im Blick behalten. Es könnte sein, daß ein Moutainbiker „downhill“ zum Überholen ansetzt.

  4. zeilentiger sagt:

    Diese Freistaat-Geschichte ist ja sehr kurios und spannend!

  5. Lakritze sagt:

    Da war ich auch, aber noch im Sommer. Ein schöner Rundweg, wirklich. (Und das Schild wie das Pferd kommen mir bekannt vor, aber beim Pferd bin ich mir nicht sicher.)


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