10 Uhr 04 ab Bodenheim

Mit dem Zug von Bodenheim nach Oppenheim zum Wandern auf dem RheinTerrassenWeg nach Bodenheim.

P1030367Zum Glück waren wir früh genug vor Abfahrt des Zuges am Fahrkartenautomaten. Als nicht DB-affine Gruppe dauerte der Kauf der Fahrkarten länger. Wir lösten Karten, mit denen wir mit dem Schienenfahrzeug des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund  und nach dessen Terminologie von Wabe 313 nach 314 fahren durften, zum allgemeinen Verständnis: von Bodenheim nach Oppenheim.

 

P1030366Und auch zum Glück hatten wir dann noch genügend Zeit für ein Briefing. Die geplante Route mit den markanten Punkten der Strecke wurde gezeigt und erklärt. Das sollte sich im Laufe des Tages noch als recht bedeutungsvoll erweisen, doch davon später. Geplant war, vom Bahnhof Oppenheim zum RheinterrassenWeg zu gehen und von dort nach Bodenheim zu wandern. Outdooractive gibt die Route mit 18,6 Km an, bei “ich-geh-wandern” wird die Route mit 14 Km angegeben, allerdings nicht von Bahnhof zu Bahnhof. Die “ich-geh-wandern”-Website beschreibt den Weg zudem sehr gut.

P1030378Zunächst stiegen wir vom Bahnhof Oppenheim über viele Treppenstufen zur Burgruine Landskron, von der man auf die Oppenheimer Katharinenkirche herabsehen kann. Neben der alten Bausubstanz, zum Teil aus dem 13. Jahrhundert, gibt es im Umfeld der Ruine der alten Reichsburg auch Anzeichen neuerer Besiedlung sowie künstlerischen Wirkens. Zunächst einige Reste des 13. Jahrhunderts, darunter das farbige 21.

 

P1030379

P1030380

Von nun an ging’s eine längere Strecke bergab, vorbei an einem alten Wegweiser.P1030383

Schließlich erreichten wir den Ortsrand von Nierstein – und hier geschah, was wir erst mitten im Ort bemerkten: Ein Mitglied der Gruppe unterhielt sich so angeregt mit dem Winzer des Weinguts Raddeck, dass es uns aus den Augen verlor. Mitten in Nierstein bemerkte die Gruppe den Verlust: Wir waren nur noch acht. Wir warteten, einige Spürnasen liefen zurück, wir warteten – sehr lange, entschlossen uns schließlich weiterzugehen. Zuversichtlich, dass alles in Ordnung sei, wanderten wir weiter durch den Ort und sahen dann hoch über Nierstein unseren verlorengegangenen Spezi uns fröhlich zuwinkend an der Schutzhütte am Roten Hang, die Karl beim Briefing als unseren Rastplatz vorgestellt hatte. So gab es schließlich die Wiedervereinigung der Gruppe.

Doch zuvor passierten wir blühende Schlehen

P1030388

P1030390

Blickten zurück ins Tal mit der katholischen Kirche in Nierstein

P1030395

An diesem Tage wurden wir von der Sonne  nicht verwöhnt. Leichter Regen und auf der Höhe auch ein kalter Wind schlugen uns entgegen.

Trübes Wetter und mäßige Sicht erlaubten uns dennoch, die Gegend zu betrachten. Die drei Verkehrswege unter uns: Wasserstraße, Bundesstraße und Bahntrasse

P1030425

Wir sahen, dass nicht mehr alles Handarbeit ist, wenn die Winzer einen Weinberg anlegen

P1030420

Schauten in das eine oder andere Gesicht

P1030433

Der Spruch (oben) und die Bezeichnung (unten) beeindruckten. Unten ist “De Schnutenosedunker” zu sehen, frei ins Hochdeutsche übersetzt “Weinliebhaber”.P1030437

Der Regen hörte auf, trüb blieb es, als wir nach Nackenheim kamen

P1030444

Dort begegneten wir den Bremer Stadtmusikanten, dem Gestiefelten Kater und anderen Figuren aus Märchen, Fantasie und Fauna

P1030445P1030446

Schließlich erreichten wir Bodenheim. Die tratschenden Winzer würdigten uns jedoch keines Blickes.

P1030450

Das waren 15 Kilometer einer erlebnisreichen Wanderung von Oppenheim nach Bodenheim auf einem Teilabschnitt des RheinTerassenWegs, auf dem wir auch ein Stückchen Frühling erlebten

P1030385

Und so verabschiedeten wir uns aus Gegend und dem

rheinterrassenweg_wegzeichen

Die Strecke von Bahnhof zu Bahnhof (aufgezeichnet mit Runtastic)

WandernMärz-001

Die Fahrkarte mit der Berechtigung von einer Wabe in die nächste zu fahren

P1030451

 


8 Kommentare on “10 Uhr 04 ab Bodenheim”

  1. Utasflow sagt:

    Interessante Eindrücke von einer interessanten Wanderung.🙂

  2. puzzleblume sagt:

    Schöne Ansichten sind dabei.
    Graffiti müssen ja gar nicht schlecht sein, aber wann hat das eigentlich angefangen, dass Leute etwas „tuhen“? Im Web begegnet es mir diese gruselige Variante auch immer wieder.

  3. walterlenz sagt:

    Wieder einmal ein schöner und detaillierter Bericht von Philipp. Ich wäre gerne dabeigewesen.

  4. Ein sehr schöner Bericht. Besonders das Blütenfoto ist mal wieder der Hammer, aber auch die anderen Bilder gefallen mir gut.

    • Philipp Elph sagt:

      Zum Blütenfoto: Manchmal springt mich ein Motiv an. So war es hier. Um Blumen aus dieser Perspektive zu fotografieren, muß man sich meist mit dem Bauch auf die Erde schmeißen. Hier leuchteten die Osterglocken in einem Garten, der ca. einen Meter über dem Fußwegniveau lag. Ideal zum Fotografieren.
      Auf den Wanderungen verwende ich übrigens eine simple Kompaktkamera oder die Handyfotografille,

  5. Lakritze sagt:

    Schöneres Wetter hätt ich euch gewünscht; zu schönes allerdings auch nicht, da brät es einem in der Gegend den Schädel weg.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s