Jürgen Heimbach: Offene Wunden

Ein kleines Stück deutsche Nachkriegsgeschichte im Krimi, hart an der Wirklichkeit jener Zeit.

KrimiLese

Themen deutscher Nachkriegsgeschichte im Kriminalroman kritisch und trotzdem unterhaltsam zu behandeln, ist nicht einfach. Jürgen Heimbach ist dies gelungen. Sein Thema: Die Schaffung des Bundeskriminalamtes, das bei seiner Entstehung zahlreichen ehemaligen Nazis und Schergen der SS langfristig eine gesicherte, unbehelligte Zukunft bescherte. Eingebunden ist dieses Thema im dritten Band der Nachkriegstrilogie, die überwiegend in Mainz angesiedelt ist.

P1030356-001Hauptkommissar Koch soll in diesem letzten Teil zunächst zusammen mit einem Kollegen einen Mord am einem Kriegsversehrten aufklären. Von den Verwandten des Ermordeten wird ein Flüchtling für den Täter gehalten. Hier wird das Misstrauen und die Missgunst der einheimischen Bevölkerung gegenüber den Flüchtlingen und Vertriebenen differenziert beschrieben. Es ist jedoch nicht nur das gestörte Verhältnis zwischen Neuen und Alteingesessenen, sondern auch die Vergangenheit Letzterer mit ihrem Wirken als Parteigenosse, Blockleiter oder Denunziant, die in der Umgebung des Getöteten komplizierte Verstrickungen zeigen. Einfach ist es für die Kriminalpolizisten nicht, den Fall zu lösen.

In…

Ursprünglichen Post anzeigen 272 weitere Wörter



Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s