Um Frauenstein herum

Frauenstein wird als Weindorf bezeichnet, auch als „Tor zum Rheingau“, bekannt ist der Ort zudem für die Kirschbaumkulturen und deren Blüte im Frühjahr, zu der viele Besucher kommen, um die weiße Pracht zu bestaunen. Aber auch im Herbst ist die Gegend rund um den Wiesbadener Stadtteil eine Wanderung wert.

img_1400

Blick zum Rhein, dahinter im Dunst: Mainz

img_1404

Goethestein

Wir starteten an der Bushaltestelle an der Quellbornstraße, wanderten zunächst zum Goethestein, jenem Tetraeder (wg. dreieckiger Grundfläche), der 1932 als Denkmal für Johann Wolfgang von Goethe errichtet wurde. Goethe hat hier bei seinem zweiten Aufenthalt in Wiesbaden 1815 geologische Studien betrieben.

Von dort gingen wir Richtung Norden zum Weißen Weg, um den Golfplatz herum bis zur Rheingauer Straße, die heute ein geschotterter Waldweg ist und nicht mehr dem öffentlichen Verkehr dient.

Hier wanderten wir immer geradeaus, bis wir an eine Einkehrmöglichkeit kamen – heute jedoch geschlossen, als Fotomotiv dagegen attraktiv:

img_1411

Nach einem kleinen Schlenker an „Schorschenborn“ vorbei – so wird Georgenborn hier genannt – standen wir vor dem Grauen Stein, einigen Quarzitfelsbrocken, zu denen der Name Grüner Stein wegen der herrlichen Bemoosung besser passen würde.

p1060869

Grauer Stein, 25 Meter hoch, gehört zu einem Quarzitgang, der vor rund 320 Millionen Jahren entstand und ca. 4 km weit bis zum Spitzen Stein – auf ihm steht die Burgruine Frauenstein – reicht

In einer nicht sehr ernst geführten Diskussion sprachen wir darüber, ob man das Moos nicht abkärchern sollte, um die weißgraue Farbe des Quarzits wieder zum Vorschein zu bringen.

Von dort gingen wir andachtsvoll durch den Wiesbadener Friedwald, besprachen die Möglichkeit der Bestattung an diesem Ort und biologisch abbaubare Urnen – auf das wir noch lange gesund und munter bleiben.

Wir trafen dann wieder auf die Rheingauer Straße und blieben darauf bis zu einer Wegekreuzung, an der wir zunächst nach rechts abbogen, um nach einigen hundert Metern zu einem Ausblick mit Sicht auf den Goethestein zu gelangen.

img_1437

Danach wanderten wir den Weg zurück, über die Kreuzung und bis in den Ort, wo wir zur obligatorischen Einkehr das Burgunderstübchen aufsuchten.

Das  Runtastic-Protokoll gab die Weglänge mit über 18 Kilometern an

image1-001

Die Wanderkarte (Wiesbaden 2, herausgegeben vom Hessischen Landesamt für Bodenmanagement und Geoinformation, M 1:25 000) zeigt ebenfalls den Streckenverlauf  der leicht zu bewältigenden Route:

frauenstein


2 Kommentare on “Um Frauenstein herum”

  1. Ihr lauft aber ganz schön weite Strecken – Respekt! Und „abkärchern“ ist ein wunderbares Wort.

  2. walterlenz sagt:

    Schöne Wanderung, auf die du uns da mitgenommen hast.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s