Ab auf die Fensterbank – Der Baobab

Seit dem späten Frühjahr hat der Baobab unterm Terrassendach ständig Frischluft genossen. Nun geht’s zurück auf die Fensterbank eines Südfensters. Die ersten Blätter werden schon gelb und bald wird das Bäumchen das Laub verlieren. Trotzdem werden ich ihn ca. alle drei Wochen mäßig gießen. Geplant ist im Winter auch eine Umtopfaktion. Ob die Aktion gelungen ist – ich zweifele nicht daran – werdet ihr im nächsten Jahr erfahren.

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Bei der Behandlung des Bäumchens folge ich weitgehend dem Ratschlag den ich bei  PAGEWIZZ  gefunden habe.

Mein kleiner, grüner Baobab – Afrikanischer Affenbrotbaum – Adansonia digitata

Vor knapp einem Jahr berichtete ich über einen Besuch im Kronberger Opel-Zoo und zeigte den Affenbrotbaum, der dort steht. Nun habe ich selbst einen!

Aber meiner lebt, keine Ruine wie sie dort im Taunus zu sehen ist.

Zu verdanken habe ich mein Exemplar einer lieben Leserin meiner Beiträge. Jedenfalls kam eines Tages ein Stückchen Holz mit ein paar Blättern daran im Luftpolsterfolien-Umschlag zu mir nach Haus. Neben dem kleinen Baobab aus dem Weltladen enthielt das Paket auch noch einige Samen – eines wohl schon größeren Baumes. Die fünf Körner sind zur Zeit noch eingetütet, werden aber in den nächsten Tagen in Erde gesetzt.Den kleinen, nahezu wurzellosen  Baum habe ich sofort in Kaktuserde gesetzt und ab und zu gegossen. Die mickrigen vier Blätter behielt er bis zum Herbst, dann fielen sie ab. So ein klein wenig traurig war ich schon, ob des Dahinscheiden des Bäumchens – bis ich in der Pflegeanleitung las, dass der Blattabwurf im Herbst normal ist und der Baum im Frühjahr wieder treibt. Und er tat es. Heute sind die diesjährigen Triebe bereits länger als der Stamm und ich bin mir sicher, dass ich in 100-200 Jahren ein ebenso stattliches Exemplar vorzeigen kann wie das, das im Kronberger Zoo steht – nur lebend. Ich würde es dann dem Zoo spenden und die Tiere der Savanne könnten dann im Schatten der Krone gemütlich vor sich hindösen.

Damit wäre die Geschichte von meinem Affenbrotbaum erzählt – aber ich möchte noch von Contigo berichten. Die Contigo Fairtrade GmbH vertreibt die Setzlinge über mehr als 800 Weltläden in Deutschland. In einem kleinen, dem Setzling beiliegenden Flyer heißt es:

„Unser Partner VEGETAUX D’AILLEURS begann vor 10 Jahren am Rande der Hauptstadt Dakar…..mit einem Ausbildungsprogramm für Jugendliche. Die kleinen selbst gezüchteten Bäume aus der eigenen Gärtnerei verkaufte man auf dem Markt. Sie wurden schnell ein Erfolg….Seit 2005 gibt es eine eigene Gärtnerei nahe der Stadt Richard Toll an der Grenze zu Mauretanien. Mit der Aufzucht und Aussaat sind heute 20 junge Männer in Vollzeit beschäftigt….. Insgesamt haben 400 Familien ein regelmäßiges Einkommen mit der Aufzucht, dem Transport und dem Verpacken der Pflanzen.“

Der Baobab ist in ganz Westafrika beheimatet und gilt als Baum des Lebens. Er kann bis 2000 Jahre alt werden, der Stammumfang bis zu 25 Metern betragen

Kleines Bäumchen, nun wachs‘ mal schön!

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Auch der Talerbaum oder Geldbaum (Crassula portulacca) wird als Affenbrotbaum bezeichnet. Im Internet und auch in der gedruckten Literatur führt das häufig zu Verwirrungen. Mein Affenbrotbaum hat jedoch nichts mit jenem Dickblattgewächs (Familie der Kakteen und anderen Sukkulenten)  zu tun.