Zwischen den Seiten der Mief aus alten Zeiten

Bücher wollen gelesen werden, Bücher sollten auch nach Papier riechen, jedoch nicht nach abgestandenem Tabaksrauch oder modrig.

Katzenstreu sei das Mittel, Bücher zu „entstinken“, las ich kürzlich. Das ist wohl nur zum Teil zutreffend, denn primär dienen die Mineralien, aus denen die Produkte weitgehend bestehen aus, zur Aufnahme von Feuchtigkeit, dem Urin also. Nur unwesentlich mehr Vertrauen habe ich zu Aktivkohle, die als Absorbens eingesetzt werden kann. In der Literatur wird empfohlen, das Buch in eine kleine Schachtel ohne Deckel zu legen und diese in eine größere zu stellen, die auch das Absorptionsmittel beinhaltet. Die äußere Schachtel sollte geschlossen sein. Ich halte das Verfahren für recht zeitaufwändig und nicht sehr erfolgsversprechend, da in den Kisten keinerlei Luftzirkulation stattfindet. Eine andere Quelle nennt Kaffeepulver als ein geeignetes Mittel, Bücher von unangenehmen Gerüchen zu befreien. Wem es lieber ist, dass ein Buch nach Kaffee riecht, für den mag dies eine gute Lösung sein. Man sollte sich aber bewusst sein, dass Tabakrauch oder andere Gerüche nur vom Kaffeegeruch überdeckt und nicht absorbiert werden.

Ein „Auslüften“ des Buches im Freien, z.B. auf einem trockenen, überdachten Balkon halte ich für besser geeignet. Das Buch sollte dann aufgeschlagen und so gut wie möglich aufgefächert hingelegt oder -gestellt werden.

Wichtig bei jedem Verfahren ist, dass die Luft zwischen den Seiten gut zirkulieren kann – und ich ziehe das einfachste vor: das Buch gut zu lüften.