Feigenmarmelade M – keine Abgabe an Personen unter 18 Jahren

– kleiner Scherz, die Marmelade wurde mit einer geringen Menge Metaxa abgeschmeckt –

Feigen gehören zu den Früchten, die ich besonders liebe. Die des eigenen Bäumchens wurden in diesem Jahr zu Vorspeise verarbeitet oder wanderten direkt vom Baum in den Mund.


So konnte ich jetzt dem Angebot im Supermarkt nicht widerstehen, kaufte und kochte.

Das Rezept für eine nicht so quäkig süße Marmelade:

700 g Feigen

Saft von 1 Zitrone

Saft von 1/2  Limette

500 g Gelierzucker 2:1

3 EL Metaxa

Die reifen Feigen* werden mit heißem Wasser gewaschen und auf einem Küchentuch abgetrocknet, Stiel und Blüte entfernt, die Haut soweit wie möglich abgelöst. Die Früchte werden püriert, Saft und Gelierzucker einrühren.

Entweder wie üblich im Topf erhitzen und ca. 4 Minuten kochen oder im Backautomaten das Konfitüre-Programm ablaufen lassen.

Wer möchte, kann ca. 5 Minuten bevor die Marmelade fertig ist 3 EL Metaxa hinzufügen (VORSICHT: Es kann spritzen). Alternativ kann auch Feigenlikör oder Feigengeist zugegeben werden – ohne alkoholische Zugabe schmeckt die Marmelade natürlich auch, dann heißt sie ganz einfach Feigenmarmelade, ohne den Zusatz M oder F.

Ein anderes Rezept hatte ich im letzten Jahr ausprobiert: Pfälzer Feigenmarmelade mit einem größeren Anteil Orangensaft:http://philipp1112.wordpress.com/2010/10/07/zeit-feigenmarmelade-zu-kochen/  Dabei gefiel mir jedoch nicht, dass der Orangengeschmack recht stark durck kam und das Feigenaroma zu sehr verdrängt hat.

* Die Feigen sollten vollreif sein. Das erkennt man, wenn beim leichten Reiben der Haut diese sich schon von der Frucht löst. Dann ist auch das Ablösen der Haut einfach. Die Haut kann aber auch dran bleiben. Das gibt eine leicht herberen Geschmack. Ich mache es so, dass ich die Haut ablöse, die sich einfach abtrennen läßt, den Rest lasse ich dran.

Zeit, Feigenmarmelade zu kochen

Damit ich im nächsten Jahr auf die Feigenschwemme unseres, in diesem Jahr gepflanzten kleinen Feigenbäumchens vorbereitet bin – und weil ich es auch nicht abwarten konnte -, habe ich nun Feigenmarmelade gekocht.

Das erste Mal vor drei Wochen, nun schon wieder. Beim ersten Mal habe ich eine etwas säuerliche Variante hergestellt (700g vollreife Feigen, Saft von 2 Zitronen, 500g Gelierzucker 2:1). Nach dem Abspülen unter fließenden Wasser wurden die Früchte mit Küchenpapier abgetrocknet, Stiel und Blütenansatz entfernt und die Schale abgezogen. Das geht bei vollreifen Früchten gut, man kann aber auch die Schale dranlassen und mit verarbeiten. Die Früchte werden in Stücke geschnitten, ich habe sie zudem püriert, schließlich Zitronensaft und Gelierzucker hinzugefügt. Während bei mir ein Backautomat die weitere Arbeit mit einem „Konfiture-Programm“ verrichtet, kann die Feigenmarmelade natürlich auch „klassisch“  im Edelstahlkochtopf gekocht werden (Unter Rühren langsam aufkochen lassen , dann etwa 5 Minuten kochen lassen).

Besser schmeckt mir allerdings die Feigenmarmelade, wenn sie süßer ist. Dabei nehme ich zu 600g Feigen 150g frisch gepreßten Orangensaft und den Saft einer halben Zitrone. Zusammen mit 500g Gelierzucker 2:1 ergibt es eine ganz feine Marmelade für Süßmäuler wie mich.

Das muß jetzt reichen bis zur eigenen Ernte!