Wieder zur Schule gegangen

Einmal im Jahr gehe ich zur Schule, im Freilichtmuseum Hessenpark. Die erste Strophe eines Wanderlieds stand in diesem Jahr an der Tafel:

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In ein paar Tagen ist wieder Wandertag. Die monatliche Wanderung mit der Rentner-Pensionärs-Wandergruppe unserer Gemeinde. Wenn ich das Lied bis dahin gelernt habe, werde ich es meinen Mitwanderen vorsingen. Den vollständigen Text und die Noten habe ich mir schon angeschaut.

(Nach kurzer Überlegung bin ich zu dem Entschluss gekommen, auf das Singen zu verzichten. Ein moderner Troubadix möchte ich nicht sein)

 

 

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Der Herr der Mistkratzer

 IMG_5652-001Auf dem Misthaufen im Freilichtmuseum Hessenpark

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Tür und Tor – im Freilichtmuseum Hessenpark

Ob Kirchentür, die Tür einer Synagoge oder Scheunentor, sie können so reizvoll sein.

(Bilder zum Vergrößern anklicken)

Westtür der Kapelle aus Lollar

Westtür der Kapelle aus Lollar

Tür mit Kreuz - Kirche aus Bad Arolsen

Tür mit Kreuz – Kirche aus Bad Arolsen

Tür der Kirche aus Ederbringhausen.

Tür der Kirche aus Ederbringhausen.

Eine Tür der Synagoge aus Nentershausen

Eine Tür der Synagoge aus Nentershausen

Tor der Scheune aus Bracht

Tor der Scheune aus Bracht


Die drei Windmühlen in Hessen

In Hessen arbeiteten nie viele Windmühlen. Wasserkraft wurde weitaus häufiger genutzt. Nur drei Windmühlen existieren noch im Land. Davon sind zwei „importiert“ und im Freilichtmuseum Hessenpark bei Neu-Anspach zu sehen, die dritte steht in Bad Nauheim, derzeit ohne Flügel und ihre Energie wurde zum Pumpen von Sole in ein Gradierwerk genutzt.

Die Mühlen im Hessenpark sind Kornmühlen, die aus Norddeutschland stammen und hier wieder aufgebaut wurden.

IMG_4469-001Die ältere der beiden Mühlen im Hessenpark wurde im Jahre 1822 in Borsfleth (Nähe Glückstadt/ Schleswig-Holstein) erbaut und im Hessenpark in den Jahren 1985/6 wieder aufgebaut. Vom der Art handelt es sich um eine Holländerwindmühle mit einer Galerie, von der aus die Flügel je nach Windrichtung gestellt werden können. Deshalb werden diese Mühlen auch „Galerieholländer“ genannt. Eine andere Bezeichnung für diesen Mühlentyp ist „Kappenwindmühle“. Die gesamte Kappe wird gedreht, wenn die Flügel in den Wind gedreht werden. Diese Mühle verfügt über zwei Mahlwerke. Manchmal gibt es Führungen und Vorführungen. Da aber zu den frühzeitig festgesetzten Terminen keine „Windgarantie“ gegeben werden kann, verfügt die Mühle über einen elektrischen Antrieb, nicht authentisch, aber der Mahlprozess kann so jederzeit gezeigt werden.

Die andere, eine nicht funktionfähige Bockwindmühle stammtIMG_4454-001 aus Papenhorst, einem Ortsteil von Edemissen in der Nähe von Peine. Bei diesem Mühlentyp muss die gesamte Mühle mittels eines Sterzes in den Wind gedreht werden, eine schwere Arbeit. Die Mühle wurde 1869 erbaut, zu einer Zeit, in der auch in Deutschland zumeist Holländermühlen errichtet wurden, da die Effizienz letzterer höher war. Da diese Mühle jedoch nur eine Nebenerwerbsmühle war, nur wenige Tage im Monat beschickt wurde, hat sich der Erbauer wohl für die einfachere – und vermutlich kostengünstigere Bauart – entschieden.

Diese Bockwindmühle ist nur von außen zu betrachten.

Für Erwachsene kostet der Eintritt für das Freilichtmuseum Hessenpark 6 ,00 €.

Exif_JPEG_PICTUREEine weiterer Mühlenbau, der allerdings nicht zum Mahlen von Getreide erbaut wurde sondern zum Pumpen von salzhaltigem Wasser (Sole) steht in Bad Nauheim an der „Langen Wand“, einem Gradierwerk, das zur Salzgewinnung aus Salzwasser diente. Die Mühle, deren Flügel mit Segeltuch bespannt waren, wurde 1747 erbaut. Nachdem bei einem Orkan im Jahre 1826 die Flügel zerbrachen, wurde entschieden, die Mühle nicht wieder zu reparieren. Die Kosten wären zu hoch gewesen. Die Kuppel des „Turmholländers“ wurde durch ein Schieferdach ersetzt. Seit nahezu 10 Jahren gibt es Initiativen, die Windmühle zu rekonstruieren. Vielleicht klappt es ja bis 2026, dem 200jährigen „Bestehens der Mühle ohne Flügel“. Jedenfalls ist der Turm zwischen den Gradierbauten IV und V seit langer zeit schon ein Wahrzeichen Bad Nauheims und Bestandteil der Liste hessischer Kulturdenkmäler. Der Turm ist innen nicht für Besucher zugänglich, aber das Gradierwerk ist in Betrieb.

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