Koptische Bindung – Seltene Buchformen Teil 6

Koptische  Mönche  haben in Ägypten bereits im 3. Jahrhundert n. Chr. Bücher gebunden. Dabei wurden die Lagen durch Verschlingen des Heftfadens aneinandergefügt und mit den Buchdeckeln verbunden. Auf einen Buchrücken wurde bei dieser Bindeart verzichtet. Dass derartige Bücher  recht dekorativ aussehen, war sicher nicht der Grund, sie  so herzustellen. Vielmehr haben diese Bücher den Vorteil, dass sie ganz flach aufgeschlagen werden können. Zudem wird der Buchblock nicht verleimt.

Während diese christlichen Mönche vorwiegend Gebetsbücher mit dieser Bindung herstellten, wird heute diese Methode nur noch von wenigen Handbuch- und Hobbybuchbindern angewendet, um Fotoalben, Notizbücher oder andere kunsthandwerkliche Bücher herzustellen.