Neues von der Fensterbank IV: Vom Kindel auf dem Weg zur blühenden Orchidee

Ich platze fast vor Stolz und Freude:
Das Kindel schiebt einen Stängel, will blühen!

IMG_4736Vor etwas mehr als 5 Monaten habe ich berichtet, wie ich von einer meiner Orchideen zwei Kindel abgetrennt und sie in Orchideensubstrat eingepflanzt habe. Es war mein erster Versuch, Ableger von einer Orchidee aufzuziehen, nachdem ich jahrelang kein Glück mit der Pflege selbst einfachster Arten hatte.

Was habe ich seit dem Einpflanzen gemacht?

Bis Anfang Oktober standen die Neulinge an einem schattigen Platz unter einer überdachten Terrasse, wurden mehrmals pro Woche mit Wasser besprüht. Zusätzlich wurde der Topf alle ein bis zwei Woche für ca. 1/2 Stunde völlig ins Wasser getaucht.

Anfang Oktober brachte ich die Pflanzen einen Keller (Temperatur ca. 18°C), stellte sie in ein Fenster nach Osten. Im letzten Vierteljahr habe ich die Töpfe 2x gewässert. Als ich dann zu Beginn der Woche schaute, entdeckte ich bei einer Pflanze den Blütenstängel (sh.Foto). Der „Zwilling“ dagegen rührt sich noch nicht.

Jetzt habe ich alle Orchideen – auch einige andere Pflanzen – in Wasser gewässert, dem ich eine geringe Menge Dünger zugesetzt habe. Mal schauen, ob sie das mögen.

An den meisten anderen Pflanzen bilden sich übrigens auch Blütenstängel, eine wird sogar schon bald blühen. Bisher verbleiben alle Orchideenpflanzen noch im Kellerfenster. Später werden sie zunächst in ein Küchenfenster gesetzt (liegt nach Nordosten), nach Beendigung der Heizperiode auch ins Wohnzimmer – und wenn das Wetter wieder richtig sommerlich wird, auch unter das Terrassendach.

Wenn das „ehemals Kindel“ blüht, werde ich es wie ein stolzer Papa hier präsentieren.

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Wieder erblüht – eine Orchidee (Cymbidium-Hybride)

Nach dem ersten Erfolg, eine Orchidee wieder zum Blühen zu bringen, hier nun ein weiterer:

Um welche Cymbidium-Hybride es sich hierbei handelt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls ist es wieder eine dieser pflegeleichten Arten. Ich bin überrascht wieviel Blüten sich an dem einen Stängel und dessen Verästelungen gebildet haben. Auch die einzelne Blüte gefällt mir.

Kann mich gar nicht satt dran sehen:

Orchideen – nicht meine Freunde?

Jahrelang hatte ich mit Orchideen kein Glück, besser gesagt: Ich hatte nach einigen Mißerfolgen bei der Pflege kein Interesse an Ihnen. Bekamen wir ein prächtig blühendes Exemplar geschenkt, fielen bald die Blüten ab, vertrockneten die Stiele, an denen zuvor die Blüten gesessen hatten und wenn Neues trieb, waren es lediglich Luftwurzeln. Falscher Standort, falsche Pflege während der Blühperiode und danach in der Ruhephase  waren die Gründe dafür. Entsorgung war dann der letzte Schritt.

Vor einiger Zeit kamen wieder etliche dieser Pflanzen in meine Obhut und ich tat zunächst das, was ich bei anderen Pflanzen immer mache, ich informierte mich über ihre Bedürfnisse. Zunächst bekamen sie den richtigen Standort ohne viel Sonneneinstrahlung, ab und zu kam Dünger in das entkalkte Gießwasser, wenn möglich goss ich mit Regenwasser. Meist tauchte ich jedoch den Topf einige Minuten unter Wasser, damit das Substrat sich richtig vollsaugen konnte. Nach dem Abblühen bekamen die Pflanzen einen kühleren Standort und wesentlich weniger Wasser.  Und siehe da, nach Monaten bildeten sich kleine Triebe. Das war für mich das Signal, wieder vermehrt zu gießen oder zu wässern und die Pflanze an ihren alten Platz zurück zu stellen. Und seit einigen Tagen sehe ich nun den Erfolg: eine wieder blühende Orchidee, offensichtlich eine Cymbidium-Hybride, der Blütenform nach zu urteilen. Eine zweite Orchidee wird demnächst die Blüten öffnen.

Nun sind Orchideen meine Freunde – leicht zu pflegenden zumindest.