9/320stel des Rheinsteigs vom Biebricher Schloss zum Goethestein und ein Schlenker um Frauenstein zum Forsthaus Rheinblick

Der Rheinsteig endet oder beginnt am Biebricher Schloss in Wiesbaden. Für uns war die barocke Residenz der Nassauer Fürsten und Herzöge Ausgangspunkt einer Wanderung nach und um Frauenstein.

Schloss Biebrich

Schloss Biebrich

Erster markanter Punkt war die Schiersteiner Brücke, derzeit gesperrt wegen eines Schadens an der Mombacher Vorbrücke. 90.000 Fahrzeuge müssen täglich die gesperrte Brücke umfahren.

Schiersteiner Brücke

Schiersteiner Brücke

Fähren können nur einen Bruchteil des Fahrzeugaufkommens bewältigen.

Fähre über den Rhein bei Biebrich

Fähre über den Rhein bei Biebrich

Die ersten Pfeiler für die neue Brücke sind gebaut.

Baustelle Schiersteiner Brücke

Baustelle Schiersteiner Brücke

Nach einem Umweg um die riesige Baustelle auf Wiesbadener Seite erreichten wir den Schiersteiner Hafen. Rechts des Schiersteiner Kirchturms entdeckten wir – hier nicht zu erkennen – auf einem Schornstein ein Storchennest mit einem Storchenpaar.

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Hinter Schierstein ging es durch Gärten, Weinberge und Obstplantagen Richtung Frauenstein.

Vorbei an Gärten, Weinbergen und Obstplantagen Richtung Frauenstein

Vorbei an Gärten, Weinbergen und Obstplantagen Richtung Frauenstein

Bei herrlichem Wetter wurde in den Gartenparzellen intensiv gegärtnert, Winzer und Obstbauern waren noch mit dem Pflegeschnitt ihrer Reben und Kirschbäume beschäftigt.

Über den Hof Nürnberg, der nicht nur als Weingut und Gaststätte bekannt ist, sondern auch durch eine riesige Scheunenwand mit Autokennzeichen aus aller Welt

Scheunenwand am Hof Nürnberg

Scheunenwand am Hof Nürnberg

erreichten wir den Goethestein, einen Obelisk, der an einen Besuch des Dichters und Wissenschaftlers in Wiesbaden erinnert. Ein Gedenktafel trägt die Inschrift:

Als Goethe 1815 das zweite Mal zur Kur in Wiesbaden weilte, machte er mit Freunden am 6. Juli auch einen Ausflug zum „Spitzen Stein“ und zum „Nürnberger Hof“. Es war ein Aufenthalt, der den Ästheten und Wissenschaftler in ihm zufriedenstellte. Der Dichter rühmte die schöne Aussicht, und der Geologe untersuchte mit Interesse den Quarzit des Berges auf Kupfer- und Eisenspuren. Kaum weniger aber dürfte seine Aufmerksamkeit der liebreizenden Philippine Lade (1797-1879) gegolten haben, deren künstlerisches Talent er schätzte.

Goethestein

Goethestein

Nicht weit vom Goethestein entfernt steht der Frauensteiner Aussichtsturm. Wir hatten bei herrlichem Wetter keine gute Sicht. Zum Rhein hin war es recht diesig, auf der anderen Seite zeigte sich der Taunus ebenfalls nicht klar. Daher hier nur ein Foto des Turms selbst

Aussichtsturm Frauenstein

Aussichtsturm Frauenstein

und von den unten verbliebenen der Wanderer

Die Turmbesteigungs-Verweigerer

Die Turmbesteigungs-Verweigerer

Am Turm verließen wir den Rheinsteig und machten kleinen Schlenker um Frauenstein. Nördlicher Punkt war dabei der Zaun des Golfplatzes.

Wiesbaden-Frauenstein

Wiesbaden-Frauenstein

 

Im Einkehrschwung ging es dann in das Restaurant „Forsthaus Rheinblick“, das sich durch ein wahrlich „försterliches“ Ambiente auszeichnet. Das Essen, ob Wildsülze, Tafelspitz oder auch ein Tortenstück, waren appetitlich zubereitet und wohlschmeckend.

Forsthaus-Ambiente im Forsthaus Rheinblick.

Forsthaus-Ambiente im Forsthaus Rheinblick.

Zurück nach Wiesbaden ging’s wieder mit dem Bus. Auf diese Weise hatten wir auch das Schloss Biebrich erreicht.

Einmal mehr bedanke ich mich bei Karl für die Auswahl der Route und die gute Führung.

Da bleibt mir nur noch meinen Mitwanderern und vorbeikommenden Lesern das zu sagen, was ich auf einem alten texanischen Kennzeichen las (die Ü-Pünktchen möge sich jeder dazu denken):

Tschüss bis zum nächsten Mal

Tschüss bis zum nächsten Mal

Wanderung bei Kelkheim im (Vor-)Taunus

Ausgangspunkt der halbtägigen Wanderung ist der Hofheimer Ortsteil Lorsbach.

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P1020087P1020088Wir starten unterhalb des Hasenbergs, gehen über die kleine Kuppe mit dem Fleckchen Luisenruhe – dort stand bis vor einigen Jahren der Luisentempel -, in der Karte eingezeichnet mit dem „Bergsymbol“ und der Höhenbezeichnung 242 unterhalb des Schriftzugs Lorsbach. Weiter auf dem Ludwigsweg zum Kaisertempel. Auf dem Weg dorthin sieht man den Tempel zunächst aus der Ferne. Bevor wir den Kaisertempel erreichen, P1020093P1020095passieren wir die Martinswand mit der Mendelssohn-Bartholdy-Gedenkstätte. Von dort ist es nicht mehr weit zum Kaisertempel, wie das Niederwald-Denkmal oberhalb von Rüdesheim ein Siegesmal. Erbaut wurde es Ende des 19. Jahrhunderts. „Anlass für den Bau des Kaisertempels waren der Sieg über die Franzosen und die Gründung des Deutschen Reichs“*.  1950 wurde die Tafel über dem Eingang abgenommen. Sie trug den markigen Spruch:

P1020098P1020101Dem Vaterland zum Ruhm

sei geweiht dies Heiligtum

Hoch in Taunus Bergen Pracht

zu verkünden Deutschlands Macht.

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Von der Plattform unterhalb des Tempel kann bei guter Sicht auf Eppstein und den Feldberg geschaut werden. Von dort geht es vorbei an der höchsten Erhebung des Staufen mit 451 Meter zum Großen Mannstein, an dem eine Gedenktafel an den „Staufenschwur“ der Brüder von Gagern erinnert.

P1020103Nach so viel deutsch-nationaler Geschichte geht’s bergab zum Gimbacher Hof, einem netten Ausflugslokal. Nach P1020106ausgiebiger Rast wanderten wir wieder zurück zum Fuß des Hasenbergs.

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Die reine Wanderzeit betrug knapp vier Stunden. Ausgangspunkt: Münsterer Straße/Am Hasenberg in Hofheim-Lorsbach.

Dank an Karl für die hervorragende und zuerlässige Führung.

*= aus dem Flyer „Kaisertempel“ des Verschönerungsvereins Eppstein e.V.

Durch Anklicken können die Fotos vergrößert werden.

Von Ober-Ingelheim über Großwinternheim zum Gestüt Westerberg, dem Bismarckturm und über die Burgkirche zurück zum Ausgangspunkt

Startpunkt bei kühlem Wetter – Raureif lag noch auf den Gräsern – war das Uffhubtor im Ingelheimer Stadtteil Ober-Ingelheim

Uffhubtor, Ober-Ingelheim

Uffhubtor, Ober-Ingelheim

Wir gingen Richtung Groß-Winternheim, wo Wanderführer Karl „zufällig“ auf dem Hof eines Winzers mit uns P1010893landete. Herr Weitzel lud uns gern zu einer kleinen Weinprobe mit der Besichtigung des Weinkellers ein. Ein trockener 2013 Ingelheimer Weißer Burgunder sowie ein 2012er Groß-Winternheimer Bockstein, Spätburgunder trocken flossen zunächst ins Glas, dann über unsere verwöhnten Geschmackspapillen. Beides Weine, für die es sich lohnt, demnächst noch einmal nach Groß-Winternheim zu fahren und ein paar Flaschen ins eigene Regal zu legen.

Nach der kleinen Pause liefen wir durch den Ort Richtung Schloß Westerhaus und vorbei an den Pferdekoppeln des Gestüts Westerberg

Wertvolle Vierfüßler auf Westerbergs Koppel

Wertvolle Vierfüßler auf Westerbergs Koppel

durch Weinberge zum Bismarckturm, der an diesem Tag leider nicht zu besteigen war.

Bismarckturm (Ingelheim)

Bismarckturm (Ingelheim)

Der Blick auf Ingelheim vom Fuße des Turms bot allerdings kaum eine andere Aussicht, mit Boehringer als Dominante des Stadtbildes von hier oben.

Blick auf Boehringer

Blick auf Boehringer

Von dort ging es hinab ins Tal und wieder aufwärts durch Ober-Ingelheim zur Burgkirche, die dort oben innerhalb des doppelten Mauerringes liegt.

Burgkirche (Ingelheim)

Burgkirche (Ingelheim)

Am Ende dieser Wanderung verzichteten wir auf eine Turnstunde in der „Turmgemeinde ich Fechtschule“. Ich hielt den Eingang jedoch für so sehenswert, dass ich ihn hier im Bild festgehalten habe.

P1010913Die anschließende Einkehr im Ingelheimer Brauhaus Goldener Engel wurde nicht im Bild festgehalten, soll jedoch an dieser Stelle erwähnt werden. Nicht nur des Bieres wegen, auch die Speisen waren recht gut.

Dank an dieser Stelle an Karl, der uns wiederum auf einer von ihm hervorragend vorbereiteten und durchgeführten  Wanderung führte, und an den Terminkoordinator Heiner, der dafür sorgte, dass wir zu elft diesen Teil von Rheinhessen ein wenig kennenlernten.

 

Unterwegs auf dem Historienweg

Wandern bei herrlichem Spätsommer-Frühherbst-Wetter auf dem Historienweg rund um das Niederwalddenkmal. Ausgangspunkt war Rüdesheim.

Ruine Burg Ehrenfels

Ruine Burg Ehrenfels

An sechszehn Station werden interessante „Historien“ erläutert – wie hier zur Burg Ehrenfels:

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An einigen Stellen kann der 15 Kilometer lange Weg auch abgekürzt und „vereinfacht“ werden.