Das Eidechsendomizil in der „Kulturlandschaft“

P1030420Zunächst wird gebaggert und das Erdreich bewegt, Trockenmauern weggebrochen, damit die Hänge optimal maschinell bearbeitet werden können. Später kommt die Erkenntnis, Biotope zerstört zu haben.

Gut, dass es dann Ideen gibt, diese verloren gegangenen Lebensräume wieder zu schaffen. Südlich des Ortsrands von Bodenheim am RheinTerassenWeg  Richtung Oppenheim türmt sich ein in ein Drahtgeflecht eingefaßter Turm aus locker aufgeschichteten Steinen. Eine Tafel bezeichnet dieses Konstrukt als Eidechsendomizil, ein Biotop für Eidechsen, Insekten und Kriechtiere.P1030522

Ob es gefällt, was hier als Beitrag zum Artenschutz geschaffen wurde, darüber zu debattieren ist müßig. Die Umsetzung der Idee ist sicherlich lobenswert – wenngleich eine dürftige Alibiveranstaltung -, solange die „Kulturlandschaft“ so intensiv gestaltet wird.

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7 Kommentare on “Das Eidechsendomizil in der „Kulturlandschaft“”

  1. puzzleblume sagt:

    Ja, schön, so ein Türmchen hinzusetzen und sich loben zu lassen, wo vorher ungleich viel mehr Kubikmeter aufgeschichteter Bruchsteinterrassierungen zerstört worden sind, um es sich mit schwerem Gerät leichter zu machen. Mich wundert, dass solche Anlagen nicht landschaftschützerisch erfasst und bewahrt werden müssen!
    Das Dings da ist lächerlich im Vergleich zum angerichteten Schaden an Natur und einer unvergleichlichen Kulturlandschaft, die wiederherszustellen sich wohl kaum noch einmal mehrere Generationen von Weinbauern bereitfinden werden.

  2. kormoranflug sagt:

    Bei Freiburg wurde vor Jahren auch alles in riesigen Bereichen zusammengeschoben, alles für die Maschinen. Die Formation der Hänge war kaum wieder zu erkennen. Das Getier bleibt auf der Strecke. Türmchen hin oder her…

  3. Utasflow sagt:

    Der Steinhaufen sieht sehr nach einer Alibiaktion aus. Ich habe heute gerade die erste Zauneidechse beim Sonnen im Schotter eines Eisenbahngleises gesehen. 🙂

  4. vilmoskörte sagt:

    Ha, das sieht ja sehr nach einem Menzi Muck aus, was sich da mit den Pratzen am Hang festhält.

  5. Philipp Elph sagt:

    Hat dies auf norschtwan rebloggt und kommentierte:

    Am Rande bemerkt (5)

  6. zeilentiger sagt:

    Schön ist es ja wirklich nicht, aber immerhin.


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