Die Historische Stadtmauer um Rothenburg ob der Tauber

Vom Rödertor sind wir auf der Stadtmauer Richtung Spitaltor gegangen, auf dieser alten mittelalterlichen Befestigungsanlage, die im 2.Weltkrieg wie die gesamte Altstadt stark zerstört oder beschädigt wurde.
Der Wiederaufbau der Stadtmauer wurde durch eine schon über 40 Jahre dauernde Spendenaktion ermöglicht. Heute dienen die Spenden dem Erhalt der Stadtmauer. Viele Einzelpersonen und Unternehmen aus aller Welt haben sich bisher daran beteiligt und zunächst unterstützte man je nach Höhe der Spende einen oder mehrere Meter Wiederaufbau.
Die Namen und Wohnort der Spender wurden und werden auch noch heute in Stein gemeißelt, der Stein dann in den begehbaren Teil der Stadtmauer eingebaut. An den Wohnorten erkennt man die Herkunft der Spender. Nicht nur Orte aus dem gesamten Deutschland sind dort verzeichnet, sondern auch die Wohnorte von Spendern aus aller Welt, insbesondere Janpan und den USA.
Heute bekommt jeder für eine Spende von 1.000 € einen Spendenstein. Wie das Ganze abläuft, ist auf www.rothenburg.de nachlesen.

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Zurück zu unserem Spaziergang auf der Festungsanlage, die die mittelalterliche Stadt durch starke Mauern, Türme und Tore sichern sollte, im 30jährigen Krieg jedoch Tilly’s Truppen nicht stand hielt. Aus heutiger Sicht natürlich ein glücklicher Zufall, denn sonst könnten wir heute nicht das Spektakel  vom Meistertrunk ansehen, der jedes Jahr mehrmals im Rathaus aufgeführt wird und an die Besetzung der Stadt durch Tilly’s Truppen und vom Widerstand der Bürger erzählt. Es ist die Geschichte von der Fast-Hinrichtung einiger Ratsherren, dadurch glücklich ausgeht, dass der Altbürgermeister Nusch zur Gnadengewährung durch Tilly einen Riesenschoppen Wein, insgesamt mehr als 3 Liter ,leeren mußte.  

Von der Befestigungsmauer hatten wir jedenfalls einen fantastischen Blick auf die Häuser der Altstadt und  konnten in manchen Garten und Hof herabschauen. Meist sind das nicht so die ganz attraktiven Plätze, die von dort oben zu sehen sind, denn wer richtet sich schon nett ein, um sich dann immer ins Glas schauen zu lassen. Teilweise sind es ein wenig verlotterte Hinterhöfe.

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Aber wenn man nicht ganz nach unten schaut, fällt der Blick auf herrliche alte Häuser, die Dächer, Giebel und Erker, die anderen Befestigungstürme und Kirchen.

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Auf der anderen Seite sieht man durch die Schießscharten nach draußen, in die Wälder und ins Taubertal, von wo die Feinde kamen.

Glücklicherweise konnten wir keine Feinde entdecken, die gegen die Stadt vorgingen, nur viele Touristen innerhalb der Mauern – aber wenn der eine oder andere seinen Namen auf einem Spendenstein verewigen lässt, ist das ja viel besser.

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One Comment on “Die Historische Stadtmauer um Rothenburg ob der Tauber”

  1. karu02 sagt:

    Das ruft Erinnerungen wach, die unbedingt noch einml aufgefrischt werden sollten.


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